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Sankt Peter & Paul

Die bisher älteste Bekundung einer Palmersheimer Kapelle fällt in das Jahr 1550.
Der heutige Bau stammt aus dem Jahr 1690.

Außen:
Einschiffiger verputzter Bruchsteinbau mit einem eingezogenen Chor mit polygonalem Abschluß. Im Westen ein kleiner niedriger Vorbau (in dieser Form wohl aus späterer Zeit) in gleicher Breite wie das Kirchenschiff angelegt, der als Erweiterung des Kirchenraums dient sowie nördlich den Zugang zur Kirche bietet. Er ist durch einen breiten Durchgang mit dem Kirchensaal verbunden. Seitlich der Zugangsbereich zur Kirche. Über dem Giebel des geschieferten Satteldachs erhebt sich im Westen ein Dachreiter mit achtseitigem Helm.

Innen:
"Im Jahr 1700 haben französische Truppen die Kapelle geplündert. Dabei wurden gottesdienstliche Geräte und Paramente mitgenommen." Der Kirchensaal ist flach gedeckt. Schwere Holzbalken durchziehen die Flachdecke. Im Westen und Süden eine Empore aus Holz, die nicht als Orgelempore fungiert, sondern hier ihrer eigentlichen Aufgabe gerecht wird. Im Süden ist sie sehr schmalgehalten und bietet in der Breite nur für eine Sitzbank Platz. Gestützt wird die Empore von massiven mehreckigen Pfeilern mit Basis und Kapitellen, deren Form sich an Würfelkapitelle anlehnt. In der Nordwand drei Fenster mit flachem Rundbogen. Der Chor mit einem unechten Tonnengewölbe erhält durch zwei große Fenster in Nord- und Südwand Licht. Er ist mit dem Kirchensaal durch einen korbbogigen Triumphbogen verbunden.


Erweiterungsbau im Süden Ende 1960 durch den Architekten Steffann  

Ausstattung:
Altes Vortragekreuz (am Chorbogen), Kupfer 26 cm, wohl um 1300, mit neuem Ständer
Bild der Heiligen Margaretha, der dritten Schutzpatronin der Kirche an der südlichen Chorwand,
Muttergottes in einer Nische an der südlichen Chorwand

Kreuzweg
Weihwassergefäß
Heiligenfiguren

Ehemals besaß die Kirche drei barocke Altäre, einen Hauptaltar und zwei Seitenaltäre. Die Seitenaltäre waren ähnlich gestaltet wie der Hauptaltar und ragten über den Triumphbogen in den Durchgang zum Chor hinein. Im Jahr 1962 wurden die beiden Seitenaltäre an die Pfarreien Quekkenburg und Berkum verschenkt. Sie lagerten auf dem Kirchenspeicher und waren vom Holzwurm befallen und es wurde befürchtet, dass sie weiter verkommen würden, wenn sie dort verblieben. Lediglich der Hauptaltar wurde in der Kirche belassen.

"Von der Ausstattung ist der spätgotische Sakramentsschrein (überarbeitet) auf einem am Boden beginnenden Träger bemerkenswert." (wohl an der Nordwand des Chores)


Glocken:
Palmersheim besitzt noch eine sehr alte Glocke, die heute nur noch im Festgeläut verwendet wird. Diese Glocke ist dem Heiligen Petrus geweiht und stammt aus dem Jahr 1397. Vermutlich erfolgte Anfang des 15. Jahrhunderts ein Umguß. Die Glocke trägt eine einzeilige  Schulterumschrift " in honore. San. Petere. Anno. Domini. M. CCC. XCVII" ("zu Ehren des hl. Petrus im Jahre des Herrn 1397"). Die Gießermarke ist mit einem Teilstück einer Georgskampfplakette - hier nur der geflügelte Drache mit abgebrochener Lanzenspitze im Rachen - in das Schriftband eingestreut.

Die drei derzeitigen Glocken, von Mabilon in Saarburg gegossen, sind aus dem Jahr 1963. (noch aktuell?) Paulusglocke: "Heiliger Paulus, mit flammender Sprache hast du das Wort des Lichtes verkündet, mit eherner Zunge rufe ich euch zum Geheimnis des Kreuzes"

Margarethenglocke: "Treue Braut Christi, Siegerin über den bösen Feind, stehe den Gläubigen in der Versuchung hilfreich bei"

Michaelsglocke: Heiliger Michael, verteidige und im Kampfe, dass wir im schrecklichen Gerichte nicht verloren gehen! Denen, die  für das irdische Vaterland starben, die im himmlischen Vaterlande auferstehen werden"