Archivpädagogische Angebote für Schulen
Ein Archiv ist kein Ort fertiger Geschichten. Es ist weder eine Institution, die Geschichtserzählungen oder -deutungen ausstellt, vorträgt oder inszeniert, noch eine Anlaufstelle für die passive Aufnahme vorgefertigter Geschichtsbilder. Hier werden keine Forschungsergebnisse Dritter präsentiert, die einfach „abgeholt“ werden können.
Ebenso wenig ist ein Archiv vorrangig ein Ort, an dem Dokumente der Vergangenheit lediglich als Illustrationen der Geschichte betrachtet oder wegen ihres Alters bestaunt werden. Stattdessen ist es ein Ort des aktiven Entdeckens und Forschens – ein Lernort.
Archive liefern keine fertigen Wahrheiten, sondern stellen unveränderte Originalquellen zur Verfügung, deren Aussagekraft es ermöglicht, Geschichte aus multiplen Perspektiven zu erforschen. Dabei garantieren sie die Authentizität dieser Quellen – eine zentrale Aufgabe in einem Zeitalter, das von Deepfakes, Künstlicher Intelligenz und gezielter Desinformation geprägt ist.
Als Hüter des kulturellen Gedächtnisses sind Archive nicht nur unverzichtbare Partner für die Vermittlung von Quellenkritik und Medienkompetenz, sondern auch eine Säule der demokratischen Gesellschaft. Sie stärken die Fähigkeit, Fakten von Fiktion zu unterscheiden – eine Grundvoraussetzung für eine freiheitliche Ordnung.
Zur Förderung dieser Kernkompetenzen bietet das Stadtarchiv Euskirchen ein lehrplanbasiertes Programm an, das spezifisch auf verschiedene Altersgruppen zugeschnitten ist. Wir bieten Ihnen als Lehrpersonen damit die Möglichkeit, den Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit dem Stadtarchiv Quellenkritik und Medienkompetenz zu vermitteln und somit die Fähigkeit, Quellen kritisch zu hinterfragen, Fakten gewissenhaft zu prüfen und Geschichte aktiv zu erforschen.
Kontaktieren Sie uns – wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!
Ihr Team vom Stadtarchiv Euskirchen