Zukunft der Wärmeversorgung
Die kommunale Wärmeplanung (KWP) für die Stadt Euskirchen befindet sich auf der Zielgeraden. Die Bestands- und Potenzialanalysen sind abgeschlossen und ein erster Entwurf für ein mögliches Zielbild, das aufzeigt, welche Heizoptionen sich für welche Stadtgebiete eignen können, liegt vor. Die Ergebnisse stellt das Projektteam der Stadt Euskirchen gemeinsam mit seinem Partner, dem Team Wärmewende der e-regio, am 10. März allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie der Euskirchener Unternehmerschaft im Ratssaal der Stadt vor. Nach einem Ausblick auf das weitere Vorgehen können bei einer Podiumsdiskussion mit Vertretern aus der Verwaltung, des Team Wärmewende, der Kreishandwerkerschaft und der Energieberatungsstelle vom Kreis die Ergebnisse erörtert und Fragen gestellt werden.
Die Stadt Euskirchen hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 eine klimaneutrale Wärmeversorgung umzusetzen. Die KWP, die bereits Ende 2023 und damit sehr frühzeitig gestartet ist, stellt den Startschuss für diese Transformation dar.
Beginn der Veranstaltung ist um 18:00 Uhr im Ratssaal des Euskirchener Rathauses (Kölner Straße 75). Einlass ist bereits um 17:30 Uhr.
Um Anmeldung wird gebeten unter: https://beteiligung.nrw.de/k/1012014 .
Weitere Informationen erhalten Sie unter https://euskirchen.deine-waermewende.de/.
Was verbirgt sich hinter der kommunalen Wärmeplanung?
Grundlage für die kommunale Wärmeplanung ist das Wärmeplanungsgesetz, das gemeinsam mit der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes am 1. Januar 2024 in Kraft getreten ist. Hieraus ist für viele Kommunen, auch für die Stadt Euskirchen, die Pflicht entstanden, einen Wärmeplan aufzustellen. Die Stadt hat daran gemeinsam mit dem Team Wärmewende der e-regio in den letzten Monaten gearbeitet. Zunächst wurde für das gesamte Stadtgebiet ermittelt, wie hoch die bisherigen Wärmebedarfe durch Haushalte, Industrie und Gewerbe sind und welche Energieträger eingesetzt werden. Anschließend wurde analysiert, in welchem Umfang Einsparungen möglich sind oder neue Wärmequellen etwa in Form von erneuerbaren Energien oder industrieller Abwärme erschlossen werden können. Alle Informationen sind in eine digitale Schnittstelle, den „digitalen Zwilling“, geflossen, der für die einzelnen Stadtgebiete die aktuellen Energieverbräuche und CO2-Emissionen sichtbar macht. Auf dieser Basis können Zukunftsszenarien ohne fossile Energieträger simuliert werden.
Beteiligung der Öffentlichkeit bereits in verschiedenen Formaten
Um den Prozess der Wärmeplanung transparent zu gestalten und die Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen auf dem Weg in eine Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energien bestmöglich mitzunehmen, wurde bereits zum Start des Prozesses die Kommunikationsplattform euskirchen.deine-waermewende.de ins Leben gerufen. Hier kann man sich über die Wärmeplanung in Euskirchen informieren. Bei bisher zwei Akteursveranstaltungen hatten u. a. Unternehmerinnen und Unternehmer, die Bezirksschornsteinfeger sowie fachkundige Heizungsinstallateure, Verbände sowie die regionalen Energieversorger die Möglichkeit, sich in den Planungsprozess einzubringen.
Nächste Schritte
Aus den Erkenntnissen der Bestands- und Potenzialanalyse konnte das Projektteam ein Zielbild für das Jahr 2045 ableiten. Aktuell ist in Arbeit, welche Maßnahmen durchgeführt werden müssen, damit dieses Zielbild erreicht werden kann. Mit Hilfe dieser Maßnahmen wird schließlich die Umsetzungsstrategie formuliert. Sie beschreibt, wie der Transformationspfad hin zur klimaneutralen Zukunft der Stadt Euskirchen ausgestaltet werden kann.
