Thomas Kuhn überlässt dem Stadtarchiv Euskirchen eine Bilderserie
Im Anschluss an seine Ausstellung in der Reihe KUNST IM RATHAUS schenkte der junge Künstler Thomas Kuhn aus Euskirchen-Wißkirchen der Kreisstadt Euskirchen eine Serie von Bildern, die er eigens für diese Ausstellung gefertigt hatte.
In seinen zwölf Grafiken „Carbon Copy Euskirchen“ spiegelt Thomas Kuhn den Charakter Euskirchens. Es ist selten, dass ein junger Künstler sich Gedanken über die Identität seiner Stadt macht, diese künstlerisch umsetzt und die Bilder anschließend der Stadt überlässt, damit sie im Stadtarchiv als nachhaltige Erinnerung aufbewahrt werden.
Thomas Kuhn fragte sich bei seinem Werk „Carbon Copy Euskichen“: „Was macht eigentlich meine Heimatstadt aus? Welche Symbole, Logos und Motive waren in der Geschichte und sind heute charakteristisch und typisch für Euskirchen?“ Historisch sind dies zum Beispiel das Wappen und das Siegel Euskirchens, die Grundrisse der noch verbliebenen Stadttürme sowie der Pfarrkirche St. Martin oder ein Plan der Stadt aus dem Jahr 1829. Verschiedene Wirtschaftsunternehmen, die Euskirchen als Industriestandort prägten, symbolisiert Thomas Kuhn mit ihren Logos. So steht IG für die weltweit bekannten Ingrid-Gläser und P&G für Procter & Gamble. Der Zuckerhut des Kölner Zuckers, der bei Pfeifer & Langen hergestellt wird, sowie die Dogge mit dem Hahn, die einmal das Logo der Hundekuchenfabrik Latz war, fehlen selbstverständlich nicht, gibt die Herstellung dieser Produkte doch der Stadt ihren ureigenen Geruch. Das alte Rathaus, der Marktplatz und das Hotel Joisten stehen für das Zentrum der Stadt. Das Kuppeldach der Badewelten steht für das moderne Stadtbild, genauso wie das Logo „Euskirchen – Stadt mit Gesicht“. Vielen Zeichnungen wurden die kartographischen Grenzen der Stadt zu Grunde gelegt. Die Motive liegen neben und übereinander, so wie die Stadt Euskirchen ein Gemisch aus historischen und modernen Charakteristika ist.
Die Grafikserie „Carbon Copy Euskirchen“ besteht aus Kohlepapier, das - eigentlich nur als Hilfsmittel zur Vervielfältigung gedacht - in dieser Serie zur eigentlichen Grafik wird. Dabei ist das auf das Kohlepapier übertragene Bild in gespiegelter Form sichtbar.
Thomas Kuhn, 1986 geboren, absolvierte an der Glasfachschule in Rheinbach die Ausbildung zum Glas- und Porzellanmaler. Sein Studium der Freien Kunst am Institut für künstlerische Keramik und Glas in Koblenz schloss er 2014 mit dem Master of Fine Arts ab. Seine Werke stellte er bereits in mehreren europäischen Ländern aus und gewann internationale Preise.
