„Tag der Wirtschaft“ zur Zukunft der Arbeit

„NewWork – die Arbeitswelt der Zukunft“ lautete das Thema des ersten Tages der Wirtschaft, der von der Kreisstadt Euskirchen am 10. Oktober im Casino ausgerichtet wurde. Zahlreiche Vertreter von in Euskirchen ansässigen Gewerbe- und Industriebetrieben sowie aus den Bereichen Handel, Dienstleistung und Handwerk waren der Einladung von Bürgermeister Sacha Reichelt gefolgt. In seiner Begrüßung führte er aus, dass der Stadt Euskirchen eine gute und enge Kooperation mit ansässigen und an einer Ansiedlung interessierten Unternehmen außerordentlich wichtig sei und die Frage, wie zukünftig gearbeitet werde, alle Arbeitgeber umtreibe. Der Fachkräftemangel sei fast in allen Branchen ein großes Problem und auch wenn nichts so beständig sei wie der Wandel selbst, seien die Veränderungen im Moment besonders intensiv.

Prof. Dr. Jutta Rump, Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen, stellte in ihrem lebendigen Vortrag die Herausforderungen für Arbeitgeber in der heutigen Arbeitswelt mit viel Sachverstand – aber auch einer Prise Humor – heraus. Ihre Beispiele aus persönlichen Erfahrungen wurden vielfach mit zustimmendem Kopfnicken quittiert. Laut Rump ergeben sich die Herausforderungen u.a. durch den Verlust der Baby-Boomer-Jahrgänge und damit der Verknappung der Mitarbeitenden und potenziellen zukünftigen Mitarbeitenden, aber auch durch die vielfältigen Veränderungen der Rahmenbedingen, die parallel zu bewältigen sind. Hierzu gehören auch die Erwartungen und Haltungen der jüngeren Generationen in Bezug auf ihr Arbeitsleben.

Am anschließenden Podiumsgespräch nahmen neben der Referentin auch Bürgermeister Reichelt, Philipp Piecha, Referatsleitung Wirtschaftsförderung der IHK Aachen, und Andreas Blum, stellvertretender Werkleiter der Firma Procter & Gamble in Euskirchen, teil. Das Thema Mitarbeitergewinnung stand hierbei besonders im Fokus. Auch die Fragen aus dem Publikum zeigten, wie sehr das Thema die Betriebsverantwortlichen bewegt. Die vieldiskutierte 4-Tage-Woche wurde überwiegend eher kritisch beurteilt und auch das Angebot von Homeoffice wurde nicht als alleiniges Heilmittel identifiziert. In beiden Themen bedürfe es klarer Regeln. Dennoch konnten die Anwesenden sowohl aus dem Vortrag als auch aus der Diskussion sicher einige neue Impulse für ihre eigenen Betriebe mitnehmen. Bei kühlen Getränken und einem Imbiss nahmen die Anwesenden im Anschluss noch die Gelegenheit zum persönlichen Austausch wahr. 

Die Kreisstadt Euskirchen beabsichtigt, weitere Veranstaltungen dieser Art durchzuführen.