Rückblick auf die Flut
Fünf Jahre liegt die Flutnacht zurück. Diese Katastrophe hat in der Region, ganz besonders auch in Euskirchen viel zerstört. Kindertagesstätten, Sportanlagen, Brücken, Straßen, das alte City-Forum – neben den Wohnhäusern und Geschäften, die die Bewohnerinnen und Bewohner und Geschäftsleute verloren haben, sind auch viele öffentliche Bauwerke in der Nacht vom 14. Juli 2021 zerstört worden.
Nun blickt die Stadt Euskirchen zurück, auf die Flut und auf die Tage, Wochen und Monate danach und darauf, welche Herausforderungen diese Zeit mit sich brachte.
Den Auftakt dafür bildet eine Gedenkveranstaltung am 14. Juli 2026 um 19 Uhr im Klostergarten – dort wo bis vor wenigen Jahren das alte City-Forum stand.
Hier werden der evangelische Pfarrer Frank Thönes und sein katholischer Kollege José Pérez Pérez eine Botschaft ihrer Kirchen übermitteln. Im Anschluss spricht Bürgermeister Sacha Reichelt und blickt zurück auf die vielen Probleme nach der Katastrophe, aber auch auf das, was in den letzten fünf Jahren geschafft wurde.
Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von der Band „Mary’s Delight“ der Marienschule Euskirchen unter der Leitung von Michael Luke.
Diese Veranstaltung ist zugleich der Auftakt für die Sonderausstellung „Euskirchen und die Flut 2021. Fünf Jahre nach der Katastrophe“.
Dies ist eine von zwei Foto-Ausstellungen, die das Stadtmuseum zur Flutkatastrophe erarbeitet hat. Eine Version wird im Landtag NRW gezeigt, die andere im Stadtmuseum.
Die Bilder und Videos, die die Ausstellung ausmachen, wurden zu großen Teilen von den Bürgerinnen und Bürgern in Euskirchen gemacht und, auf einen Aufruf von Stadtmuseum und das Stadtarchiv Euskirchen hin, eingereicht. Aus den unzähligen Einsendungen wurde etwa 2.500 Fotos und einige Videos ausgewählt und gespeichert. Seitdem bewahrt das Stadtarchiv diese Aufnahmen dauerhaft als digitales Erbe der Stadt.
Die Ausstellung „Euskirchen und die Flut 2021. Fünf Jahre nach der Katastrophe“ zeigt eine Auswahl der Fotografien aus diesem Sammlungsprojekt. Sie veranschaulichen den Schock und das Ausmaß der Zerstörung durch die Flut ebenso wie den Mut und den Tatendrang der betroffenen Menschen sowie der vielen Helferinnen und Helfer beim Wiederaufbau. Inzwischen wurde die Ausstellung durch aktuelle Aufnahmen aus der Kernstadt und den Ortsteilen ergänzt. Damit wird ein Vergleich zwischen der Situation im Juli 2021 und heute ermöglicht.
