Leader-Kooperationsprojekt gestartet
Mit einer neuen Koordinierungsstelle zur Stärkung des natürlichen Wasserrückhalts in den Wäldern in der Region gehen die Kooperationspartner einen wichtigen Schritt für den Hochwasserschutz, den Klimaschutz und die Zukunft der heimischen Wälder.
Möglich wurde dies durch den Beschluss zur Förderfähigkeit des gemeinsamen Förderantrags durch die Lenkungskreise der LEADER Regionen Voreifel – Die Bäche der Swist und Zülpicher Börde sowie der Bewilligung des Projektes durch die Bezirksregierung Köln.
Aufgabe der neu eingerichteten Koordinierungsstelle ist es, die Maßnahmen zur Verbesserung des Wasserrückhalts in Wäldern zu identifizieren, zu planen und deren Umsetzung zu begleiten – über die Gemeinde-, Stadt und Kreisgrenze hinweg. Die Koordinierungsstelle wird dabei nicht nur bestehende Konzepte und Ideen bündeln, sondern auch neue Maßnahmen anstoßen und Akteure vernetzen - von Waldbesitzenden über Forstbetriebsgemeinschaften bis hin zu Fachbehörden, Hochschulen und Bürgerinitiativen. Im Fokus stehen dabei kleine, natürliche Eingriffe wie durchlässige Dämme, angepasste Wegestrukturen oder natürliche Rückhaltebecken, die Starkregenereignisse abmildern und die Wälder widerstandsfähiger gegen Trockenheit, Waldbrände und Hitze machen.
Die beteiligten Kooperationspartner sich einig: Mit diesem Projekt wird ein wichtiger Baustein für Hochwasser-, Starkregen-, Natur- und Klimaschutz in der Region gelegt. Wasser zurückhalten, Wald stärken, Klima schützen – das geht nur gemeinsam. Mit der neuen Koordinierungsstelle schaffen wir die nötigen Strukturen, um über Gemeindegrenzen hinweg nachhaltige Lösungen für unsere Wälder und unsere Region umzusetzen.
Ein gesunder Wald spielt eine Schlüsselrolle im regionalen Klimaschutz - nicht nur durch die Speicherung von CO₂, sondern auch durch seine Fähigkeit zur Kühlung der Umgebung, zur Grundwasserneubildung und zur Stabilisierung des Landschaftswasserhaushalts.
Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und mit einem Gesamtbudget von rund 268.500 Euro kalkuliert. Davon werden 70 % durch die Leader-Förderung bzw. das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union finanziert. Den Eigenanteil tragen die beteiligten Kommunen und der Rhein-Sieg-Kreis zu gleichen Teilen.
