Jubiläum des Élysée-Vertrages gefeiert

In Euskirchens französischer Partnerstadt Charleville-Mézières stand in den vergangenen Wochen alles im Zeichen der Marionetten. Die Ardennenstadt ist weltberühmt für ihre Marionettenkunst und veranstaltet deshalb regelmäßig ein großes Fest, bei dem Puppenkünstlerinnen und -künstler aus aller Welt ihr Handwerk präsentieren können: teils auf offener Straße, teils auf den Bühnen der Stadt. Dieses Mal waren u.a. Marionettenspieler aus Kanada und Südkorea dabei.

Zu diesem Festival war auch Bürgermeister Sacha Reichelt von seinem französischen Amtskollegen Boris Ravignon eingeladen worden. Mit dabei war auch der neu gewählte Vorsitzende des Euskirchener Partnerschaftsvereins, Horst Belter, der den Besuch nutzte, um Kontakte mit dem Partnerverein Charleville-Mézières zu knüpfen.

Auf dem Programm für den dreitägigen Besuch stand aber noch ein ganz besonderer Programmpunkt abseits des Festivals: Der Rat der Stadt Charleville-Mézières verabschiedete anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des Élysée-Vertrages einen Beschluss, in dem man sich noch einmal deutlich zu den Freundschaften mit seinen deutschen Partnerstädten bekannte. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.

Insgesamt hat die Doppelstadt Charleville-Mézières, die erst in den sechziger Jahren zusammenwuchs, drei Partnerstädte in Deutschland: Euskirchen, die Partnerstadt des damaligen Charleville, Dülmen die Partnerstadt des damaligen Mézières und Nordhausen, die Partnerstadt aus der ehemaligen DDR.

Bürgermeister Reichelt nahm an der außerordentlichen Sitzung teil und bekam auch die Gelegenheit, vor dem Rat der Stadt zu sprechen. Der Bürgermeister nutzte in französischer Sprache die Gelegenheit, um auch aus Euskirchener Sicht zu bekräftigen, dass man die Partnerschaft pflegen und fördern wolle.

„Die Stadt Euskirchen ist jetzt und auch in Zukunft bereit, alle notwendigen Anstrengungen zu unternehmen, um unsere Partnerschaft mit Leben zu füllen und gerade den jungen Menschen die Bedeutung dieser Freundschaft näher zu bringen“, so der Bürgermeister.

Als Gastgeschenk übergab er eine vom Palmersheimer Karl-Viktor Reiche handgefertigte Urkunde anlässlich der 60-jährigen Partnerschaft zwischen Euskirchen und Charleville-Mézières – ein Jubiläum, welches aufgrund der Corona-Pandemie leider nicht gebührend gefeiert werden konnte. Diese Urkunde unterzeichnete der Bürgermeister sodann gemeinsam mit Amtskollege Ravignon. Außerdem hatte Wolfgang Raths vom Café Kramer im Auftrag des Bürgermeisters einen Baumkuchen mit dem Wappen der Partnerstadt darauf gebacken. Die Idee für diesen Kuchen entstand, weil zu den Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum der Partnerschaft im Jahre 1986 in Euskirchen ebenfalls ein Baumkuchen mit Wappen kreiert und serviert wurde – damals u.a. vom Vater des Konditors Raths.