Holzeinschlag im Stadtwald “Ortholz“
Im Zeitraum Februar-April 2017 erfolgt im Stadtwald eine umfangreiche Durchforstung unter Leitung des Regionalforstamts Hocheifel Zülpicher Börde. Ziel des nachhaltigen Pflegeeingriffes ist es, die Stabilität des Waldes durch Auslichtungsmaßnahmen zu fördern und zu erhalten. Zu diesem Zweck werden zuvor ausgewählte Bäume zur Förderung des verbleibenden Baumbestandes sowie der unterständigen Bäume zweiter Ordnung entnommen. Diese unterständigen Bäume setzen sich meist aus verschiedenen ökologisch wertvollen und lichtliebenden Baumarten zusammen (Esche, Vogelkirsche, Bergahorn, Robinie, Rotbuche, Hainbuche usw.). Durch den Pflegeeingriff wird der verbleibende Baumbestand stabilisiert, so dass auch die artenreiche Zusammensetzung des Waldbestandes gefördert und erhalten wird.
Einige der zur Fällung ausgewählten Bäume, vor allem Eichen und Eschen, weisen verlichtete, totholzreiche Kronen und Nekrosen am Stamm auf. Bei den Eichen ist dies auf verschiedene Schadfaktoren zurückzuführen (z.B. Trocken- und Frostperioden, Blitzschlag, Insektenfraß an den Blättern, holzzerstörende Pilze usw.). Bei den Eschen wurde u.a. das Eschentriebsterben festgestellt. Diese Pilzerkrankung verursacht ein frühzeitiges Absterben der Jungtriebe. Befallene Eschen werden geschwächt und sind für weitere Schadfaktoren anfälliger. Ein Absterben des Baumes ist meist die Folge. Viele Bäume stehen im Bereich der stark frequentierten Fußwege und des Trimm-Dich-Pfads. Von daher ist die weitere Erhaltung dieser Bäume im Bereich der Wege schon allein aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht nicht möglich. Der Pflegeeingriff soll flächig im gesamten Stadtwald erfolgen. Dadurch soll die Beeinträchtigung des Erholungsverkehrs, wie auch die Beunruhigung des Waldes gebündelt werden und sich nur über einen überschaubaren Zeitraum erstrecken. Aus Sicherheitsgründen müssen zeitweise Waldwege, Trimm-Dich-Pfad und der Parkplatz an der Münstereifeler Straße abschnittsweise gesperrt werden.
Um die gefällten Bäume schonend aus dem Bestand an die Wege zu holen, werden Rückegassen genutzt, die ausschließlich befahren werden und der Boden- und Waldschonung dienen. Die Bäume werden dann über das Wegesystem des Stadtwaldes zu drei vorübergehenden Holzlagerflächen transportiert. Durch den Transport kann es zu temporären Verschmutzungen und Beschädigungen der Wege kommen. Auf der Westseite des Ortholzes werden zwei Lagerflächen im Bereich der Tennisplätze (vorgelagerter Parkplatz) und dem früheren Standort des Grillplatzes eingerichtet. Des Weiteren wird ein Teil des Parkplatzes an der Münstereifeler Straße benötigt und teilweise abgesperrt. Hier stehen dann für einen gewissen Zeitraum nur noch eine Zufahrt und reduzierte Parkplätze für Besucher zur Verfügung. Die Holzlagerflächen und die sogenannten Holzpolter dürfen aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden.