Gegen das Vergessen – Stolpersteine in Euskirchen
Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenksteine aus Messing in den Bürgersteig einlässt. Inzwischen liegen Stolpersteine in über 1.000 Orten in Deutschland und in zwanzig Ländern Europas, dazu gehört auch die Kreisstadt Euskirchen. Gunter Demnig wird im März 2018 erneut in Euskirchen sein, um an weiteren sieben Stellen durch seine Stolpersteine an die Opfer der NS-Zeit zu erinnern.
Die Stolpersteine werden durch Paten finanziert. Dies können private Spender, aber auch Vereine, Institutionen, Kirchengemeinden, Arbeitskreise, Parteien, Schulen und Schulklassen sein. Für 120,- € kann jeder eine Patenschaft für die Herstellung und Verlegung eines Stolpersteins übernehmen und damit einen Beitrag zur Erinnerungskultur in der Kreisstadt Euskirchen leisten.
Wer Pate für einen Stolperstein werden oder weitere Informationen erhalten möchte, kann sich an die Mitarbeiterinnen des Stadtarchivs Euskirchen wenden:
Dr. Gabriele Rünger, Tel: 02251–14361, E-Mail: gruenger(at)euskirchen.de
Jaqueline Dartenne, Tel: 02251–14423, E-Mail: jdartenne(at)euskirchen.de
„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, sagt Gunter Demnig. Mit den Stolpersteinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. Auf den Steinen steht geschrieben: HIER WOHNTE… Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch. Ein Schicksal.
Schon sechsmal war Gunter Demnig in Euskirchen, Flamersheim, Kirchheim, Kuchenheim und Großbüllesheim, um insgesamt 153 Stolpersteine ins Pflaster einzulassen. In der Kernstadt Euskirchen fehlen noch ca. 100 Steine für die Opfer des Nationalsozialismus.