Die Freundschaft lebendig halten

Freundschaft erhält man, indem man sie pflegt. Dies gelingt den beiden Partnerstädten Euskirchen und Charleville-Mézières aktuell sehr gut. Im vergangenen Herbst erst war Bürgermeister Sacha Reichelt mit einem ganzen Bus voller Menschen aus Euskirchen zu Gast in der französischen Partnerstadt. Nun stand der Gegenbesuch an und Charlevilles Bürgermeister Boris Ravignon besuchte mit zwei Stellvertretern die Kreisstadt.

Für den Besuch gab es gleich zwei Anlässe: Am Freitagabend wurde die gemeinsame Ausstellung „Die schönsten Flecken unserer Heimat“ eröffnet und am Samstag fand der Neujahrsempfang der Stadt Euskirchen statt, zu dessen Programm ein Gespräch der beiden Bürgermeister vor Publikum gehörte.

In der frisch eröffneten Ausstellung werden 40 Fotografien gezeigt, die Menschen aus Euskirchen und aus Charleville-Mézières gemacht haben. Jede der beiden Partnerstädte hat dabei 20 Bilder aus einer Vielzahl von Einsendungen ausgewählt.

Ziel der Ausstellung ist es, dass die Menschen aus den beiden Partnerstädten sich gegenseitig die schönsten Flecken der eigenen Heimat zeigen und dabei das Interesse an einem Besuch in der Partnerstadt wecken.

So sind nicht nur Bilder aus der Euskirchener Kernstadt dabei, sondern auch malerische Ansichten aus den Ortsteilen und natürlich von den Euskirchener Burgen.

„Viele haben sich an dem Wettbewerb beteiligt und dabei gezeigt, wie viele liebenswerte Ecken Euskirchen hat. Ebenso gefallen mir die Fotografien aus der Partnerstadt, die natürlich immer einen Besuch wert ist. Ich hoffe, dass wir mit der Ausstellung einmal mehr Werbung für die Städtepartnerschaften machen“, so Bürgermeister Sacha Reichelt. In Euskirchen wurden die drei besten Fotografien mit einem „Schecks in the City“-Gutschein belohnt.

Beim Neujahrsempfang stand die Deutsch-Französische Freundschaft ebenfalls im Mittelpunkt. Das Musikprogramm bestritt der Musikverein Kreuzweingarten-Rheder, der sowohl beide Nationalhymnen als auch französische Stücke meisterlich präsentierte. Nach dem Rückblick auf das vergangene Jahr, traten die beiden Bürgermeister zu einem lockeren Gespräch auf die Bühne. Die zentrale Botschaft war dabei eindeutig: Die Freundschaft zwischen den beiden Städten ist ein hohes Gut, dass es zu erhalten gilt. Besonders der jungen Generation soll ermöglicht werden, schon früh über die Grenzen schauen zu können und die europäischen Nachbarn kennen zu lernen.

„Wir sollten uns dabei nicht auf die Unterschiede, sondern auf die Gemeinsamkeiten konzentrieren“, betonte Frankreichs Bürgermeister Boris Ravignon.

„Es ist unsere Aufgabe, die Freundschaft lebendig zu halten“, so Ravignon weiter.

Diese Aufgabe wurde an diesem Wochenende auf jeden Fall erfüllt.

Wer sich die französische Partnerstadt einmal anschauen möchte, kann die gemeinsame Ausstellung mit Fotografien aus Euskirchen und Charleville noch bis zum 5. April zu den Öffnungszeiten des Rathauses besuchen.