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Wirtschaftsstruktur

Der Standort Euskirchen hat zurückblickend einen tiefgreifenden Strukturwandel erfahren. Die ehemals bedeutende Tuchindustrie, die ihr Hoch Mitte der 1950er Jahre mit 54 Betrieben und ca. 9.000 Beschäftigten hatte, ist aus der Euskirchener Wirtschaftslandschaft gänzlich verschwunden. Nur eine restaurierte Tuchfabrik im Ortsteil Kuchenheim, die bis vor wenigen Jahren noch produzierte, ist heutzutage ein beliebtes Ausflugziel und gewährt dem Besucher einen Einblick in die Euskirchener Wirtschaftsgeschichte.

Die wirtschaftliche Landschaft Euskirchens hat sich seitdem zusehend geändert. Heutzutage prägen eine Vielzahl von überwiegend im Handwerksbereich angesiedelten klein- und mittelgroßen Betrieben neben einigen Großunternehmen das Wirtschaftsgefüge. Traditionell hatte die Mehrheit dieser Betriebe ihre Standorte im Bereich der Kernstadt. Die Nähe zum Kunden als Standortvorteil erwies sich städtebaulich und verkehrlich jedoch zunehmend problematischer. Dies bewegte viele dieser Unternehmen dazu, einen neuen Standort "auf der grünen Wiese" zu suchen. So entstanden im Laufe der Zeit mit dem EURO-Park und dem IPAS zwei große Gewerbe- und Industriegebiete. Die Stärke Euskirchens als Wirtschaftstandort beruht auf der Vielseitigkeit seiner Wirtschaftsstruktur, einem Mix aus sog. Global Playern und lebendigem Mittelstand und einer ausgezeichneten Infrastruktur. Unternehmen aus allen Branchen und Wirtschaftszweigen operieren in Euskirchen und stützen damit den Wirtschaftsstandort.

Die Entwicklung Euskirchens zum Mittelzentrum mit oberzentralen Funktionen im Schnittpunkt der Regionen Köln und Aachen spiegelt sich nicht nur in seiner wirtschaftlichen Bedeutung für das Umland wieder; Euskirchen ist auch Wohn- und Einkaufsstadt. Durch die Ausweisung von neuen Wohnbaugebieten wird dem prognostizierten Einwohnerzuwachs (2015: 60.000 Einwohner) bereits frühzeitig Rechnung getragen.