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Kolpinghaus

Der Euskirchener Gesellenverein wurde am 22. Januar 1854 von Dechant Vogt gegründet und im Juni 1854 in den Verband der katholischen Gesellenvereine aufgenommen. Die Aufnahmeurkunde ist von Adolph Kolping unterzeichnet und Stolz des Vereins. Nach der Zerstörung des alten Gesellenhauses beim Stadtbrand 1886 wurde mit Unterstützung von Präses Stollmann 1887 der Grundstein zum neuen Gesellenhaus gelegt.

Das dreigeschossige Backsteinhaus diente der Fortbildung und dem geselligen Leben, bot Unterkunft für wandernde Gesellen, Versammlungs- und Aufenthaltsräume. Der Saal an der Rückseite des Gebäudes nahm mit rund 15 Metern die gesamte Länge der Straßenfront des Vereinshauses ein und faßte 350 Personen. Auch als Aufführungsstätte für zahlreiche heimische Theateraufführungen wurde der Saal genutzt. Der Krönungsball der Euskirchener Schützengesellschaft 1971 war die letzte große gesellige Veranstaltung im Kolpinghaus. 1972 ging das Haus in den Besitz der Familie Kümpel über, die darin eine Druckerei betrieb.