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Alter Markt

Der wahrscheinlich schon mit der Stadterhebung abgesteckte, quadratische Marktplatz (marte, 1368) liegt auf der alten Grenze zwischen dem Euskirchen-Disternicher und Kessenicher Viertel und oberhalb der Ost-West-Achse der Stadt. Er entwickelte sich durch Rechtsprivilegien (1302 Stadtrecht, 1322 Marktrecht) zu einem Frucht-, Vieh-, Kram- und Wollmarkt. Der Platz wurde durch eine bürgerlich-repräsentative Bebauung gefaßt.

Im 19./20. Jahrhundert der Mittelpunkt des öffentlichen Lebens mit Kirmessen, Festaufzügen und politischen wie kirchlichen Veranstaltungen. Zur Platzgestaltung gehörten früher ein Pranger (1625) bzw. Drillhäuschen und ein öffentlicher Brunnen (1606), der durch einen Pumpenpfeiler (1867) ersetzt wurde. Das malerische alte Hotel Joisten ist abgerissen worden. Seit 1984 weist ein Stadtbrunnen mit den historischen Gewerken auf die lokale Wirtschaftsgeschichte hin.