Inhalt

Nationalsozialismus in Euskirchen

"Ein Mensch ist erst dann vergessen, wenn sein Name vergessen ist."

(jüdisches Sprichwort)

Die Opfer des Nationalsozialismus aus Euskirchen zu benennen ist ein gemeinsames Anliegen der Stadt Euskirchen, der ansässigen Historiker, der politischen Parteien und vieler Euskirchener Bürgerinnen und Bürger.

Im Jahr 2008 entschied der Rat der Stadt Euskirchen sich gegen ein weiteres Mahnmal für einzelne Personen, die zum Opfer des Nationalsozialismus geworden waren oder die gegen dieses Regime Widerstand leisteten. Der Rat favorisierte den Vorschlag, eine offene Internetplattform, eingebunden in die Website der Stadt Euskirchen, einzurichten. In dieser Datenliste werden gleichwertig alle Personen aus Euskirchen, die Opfer der Nationalsozialisten wurden, benannt. Diese Datensammlung stellt die bisherigen Forschungsergebnisse zusammen. Sie ist in manchen Kategorien fast vollständig, z.B. bei den Schicksalen der jüdischen Bevölkerung, weist aber in anderen Bereichen noch Lücken auf.  Die Datenbank soll ständig aktualisiert und mit neuen Forschungsergebnissen vervollständigt werden.

Hierbei werden gerne Informationen der Bevölkerung angenommen, die nach einer historischen Überprüfung zur Ergänzung der Daten beitragen.

Literatur und Quellen, die zur Erstellung der Daten benutzt wurden, sind aufgeführt.

Unterschieden werden u.a. Opfer aus religiösen Gründen, politisch Verfolgte, Euthanasieopfer und "Fahnenflüchtige". Gerade die Kategorie der Wehrmachtsangehörigen, die wegen "Fahnenflucht" als Kriegsverräter ein Opfer der NS-Militärjustiz wurden, ist noch weitgehend unbekannt. Sie kann nur durch Hinweise aus der Bevölkerung ergänzt werden.

Bereits mehrmals verlegte der Kölner Künstler Gunter Demnig Stolpersteine in Euskirchen und Flamersheim, um die im "Dritten Reich" ermordeten Menschen aus der Anonymität der zahlreichen Denkmäler und Gedenktafeln hervor zu heben. Weitere Stolpersteine sollen in Euskirchen noch gelegt werden, für die Patenschaften übernommen werden können.

 

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an:

Dr. Gabriele Rünger
Stadtarchiv Euskirchen
02251 - 14 361
gruenger(at)euskirchen.de


Sabine Dünnwald
Stadtarchiv Euskirchen
02251 - 14437
sduennwald(at)euskirchen.de