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Ort der standesamtlichen Trauung

Trauzimmer im Dicken Turm

Die Eheschließungen finden grundsätzlich im Kaminsaal (bis zu 50 Sitzplätze) oder in der barrierefrei zu erreichenden „Schatzkammer" (16 Sitzplätze) im „Dicken Turm" von Euskirchen statt.

Der "Dicke Turm", Teil der mittelalterlichen Befestigungsanlage, bietet neben seinem historischen Ambiente noch eine weitere Besonderheit: Er ist rund. Somit kann jede im "Dicken Turm" geschlossene Ehe eine richtig "runde" Sache werden.

 

 

Trauzimmer Schatzkammer (barrierefrei)

Der „Dicke Turm" ist die mächtigste verbliebene Wehranlage des mittelalterlichen Euskirchens. Er stammt aus der frühen Befestigungsphase des 14. Jahrhunderts (ca. 1355) mit Mauern in einer Stärke von 2,65 Metern und einer Höhe bis zum Dachansatz von 13.5 Metern. Der Dachkegel wurde in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts unter Vorlage von baulichen Überlieferungen erneuert. Der Dicke Turm, der zur Stadtseite hin abgeflacht ist, wurde aus Bruchsteinen gebaut, seine Gebäudeecken jedoch zusätzlich mit Werksteinen aus Rotsandstein gesichert. Im Innern sind drei Geschosse abgetrennt: Zunächst ein überkuppeltes Untergeschoss, dessen Gewölbe im spanischen Erbfolgekrieg herausgesprengt wurde, das die heutige „Schatzkammer" darstellt. Sodann ein Obergeschoss mit einem rippengewölbten Saal, der mit Sitzfenstern, Schartenfenstern, Gusserker und einem großen Wappengeschmückten offenen Kamin ausgestattet ist, der „Kaminsaal". Das Dachgeschoss zeigt nach Außen regelmäßige Fenster und wird im Innern von der Kegeldachkonstruktion bestimmt.

Es ist leider derzeit aus Platzgründen nicht möglich, im Anschluss der Trauung Ihrer Gesellschaft ein Glas Sekt o.ä. im „Dicken Turm" oder im „Haus Bibo" zu reichen.

In Ausnahmefällen (z.B. bei weit über 50 Hochzeitsgästen) können Trauungen auch im großen Ratssaal des Rathauses Euskirchen in der Kölner Straße 75 durchgeführt werden. Hier stehen bis zu 90 Sitzplätze zur Verfügung.

Allgemeines

Zur Überprüfung, ob die rechtlichen Voraussetzungen für die Eheschließung (es darf zum Beispiel keine Eheverbot vorliegen, z.B. Doppelehe) gegeben sind, müssen die Verlobten die Eheschließung bei dem Standesbeamten anmelden und die dafür erforderlichen Papiere beschaffen.

Zuständig für die Anmeldung ist ausschließlich der Standesbeamte in der Heimatgemeinde der Verlobten. Wohnen die Verlobten in zwei verschiedenen Gemeinden, können Sie zwischen den beiden Standesbeamten Ihrer Heimatgemeinden wählen.

Diese ausschließliche Zuständigkeit gilt jedoch nur für die Anmeldung. Die Ehe kann vor jedem Standesbeamten in Deutschland geschlossen werden. Hierzu übersendet der Standesbeamte, bei dem die Eheschließung angemeldet wurde, den Standesbeamten, der die Ehe schließen soll, die geprüften Anmeldeunterlagen.

Sofern Sie sich zur Eheschließung anmelden, muss einer von Ihnen volljährig sein. Der Partner kann, sofern er 16 oder 17 Jahre alt ist, mit einer Befreiung von der Ehemündigkeit durch das Familiengericht heiraten. In diesem Verfahren werden die Eltern bzw. die gesetzlichen Vertreter des minderjährigen Verlobten beteiligt.

Zur Anmeldung der Eheschließung müssen grundsätzlich beide Verlobte erscheinen. Ist einer der Verlobten verhindert, kann er seinen Partner schriftlich durch eine so genannte  Beitrittserklärung ermächtigen, die Eheschließung anzumelden.

Die Anmeldung der Eheschließung kann frühestens sechs Monate vor dem geplanten Eheschließungstermin geschehen. Sollten Sie einen Wunschtermin zur Eheschließung haben, rufen Sie uns bitte frühestens neun bis zehn Monate vor diesem Termin an, wir halten diesen Termin dann für maximal drei Wochen nach Beginn der Anmeldefrist frei. Innerhalb dieser drei Wochen muss dann jedoch die Anmeldung der Eheschließung vor dem Standesbeamten erfolgen.

Erforderliche Unterlagen

Nicht jeder muss die gleichen Unterlagen vorlegen. Dies ist abhängig vom jeweiligen Personenstand (ledig oder geschieden). Ausländische Bürgerinnen und Bürger müssen Urkunden aus ihren Heimatländern vorlegen. Je nach Land müssen diese Urkunden mit einer Apostille versehen oder gar legalisiert sein. In diesen besonderen Fällen nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.

In der Regel sind von Verlobten, die beide noch nicht verheiratet waren und volljährig und Deutsche sind, folgende Unterlagen vorzulegen:

  • Den Personalausweis
  • Ein Aufenthaltsbescheinigung (erhältlich beim jeweiligen Einwohnermeldeamt).
  • Eine beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister.

Von Verlobten, die bereits verheiratet waren, sind folgende Unterlagen beizubringen:

  • Wie vor, jedoch zusätzlich
  • Eine beglaubigte Abschrift aus dem Eheregister der letzten Vorehe. Erhältlich bei dem Standesamt Ihrer Eheschließung.
  • Sowie Nachweis über die Auflösung aller weiteren vorangegangenen Ehen (z.B. Scheidungsurteile oder Sterbeurkunde)

Die vorzulegenden Personenstandsurkunden sollten nicht älter als sechs Monate sein (außer Nachweise über weitere vorangegangene Ehe).

Des Weiteren haben alle Verlobten folgende Unterlagen vorzulegen:

  • Eine Geburtsurkunde aller gemeinsamer Kinder, ausgestellt beim Geburtstandesamt der Kinder.

Ausländische Verlobte erfragen bitte bei Ihrem Wohnortstandesamt, welche Unterlagen sie zur Anmeldung der Eheschließung vorlegen müssen.

Namensführung in der Ehe

Grundsätzlich haben Sie zunächst zwei Möglichkeiten. Entweder Sie geben eine Erklärung zur Namensführung in der Ehe ab und bestimmen einen Ehenamen oder Sie geben zunächst keine Erklärung zur Namensführung in der Ehe ab. Im letzteren Fall behalten dann die Verlobten die Namen, die sie im Zeitpunkt der Eheschließung führen.
Zum Ehenamen kann einer der Familiennamen der Verlobten bestimmt werden. Wird ein Ehename bestimmt, kann der Verlobte, dessen Name nicht Ehename geworden ist, seinen Geburtsnamen oder den Namen, den er im Zeitpunkt der Eheschließung führt, dem Ehenamen voranstellen oder anfügen. Die Bildung einer Namenskette (drei Namen hintereinander) ist jedoch dabei ausgeschlossen.

Termine zur Eheschließung

Grundsätzlich finden Eheschließungen vormittags während der Öffnungszeiten statt (09.15 Uhr, 10.00 Uhr, 10.45 Uhr und 11.30 Uhr). Außerhalb der Ferien können auch am Donnerstagnachmittag (14.00 Uhr und 14.45 Uhr) Eheschließungen terminiert werden.

Besondere Eheschließungs-Termine in Euskirchen:

Die Termine 2017

Samstagstrauungen im Standesamt Euskirchen:

An folgenden Samstagen in 2017 (Stand Juli 2017) sind für Trauungen noch folgende Termine frei:  

  • 9. September       14.00 Uhr
  • 11. November      Noch sechs Termine
  • 2. Dezember        Noch sieben Termine

jeweils um 9.30 Uhr, 10.15 Uhr, 11.00 Uhr, 11.45 Uhr,

ab 01.04.2017 zusätzlich 12.30 Uhr, 13.15 Uhr, 14.00 Uhr

Trauungen am Freitagnachmittag:

Ab dem 01.04.2017 werden an jedem dritten Freitag im Monat zwei zusätzliche Trautermine um 13.15 Uhr und um 14.00 Uhr angeboten. Folgende Termine sind (Stand Juli 2017) in 2017 noch frei:   

  • 20. Oktober
  • 17. November
  • 15. Dezember

 

Die Termine 2018

An folgenden Samstagen werden im Jahr 2018 Trauungen durchgeführt:

  • 13. Januar
  • 03. Februar
  • 03. März
  • 14. April
  • 05. Mai
  • 09. Juni
  • 07. Juli
  • 18. August
  • 01. September
  • 06. Oktober
  • 10. November
  • 01. Dezember

jeweils um 9.30 Uhr, 10.15 Uhr, 11.00 Uhr, 11.45 Uhr, 12.30 Uhr, 13.15 Uhr und 14.00 Uhr

Trauungen am Freitagnachmittag:

An folgenden Freitagen werden im Jahr 2018 Trauungen zusätzlich um 13.15 Uhr und 14.00 Uhr angeboten:

  • 19. Januar
  • 16. Februar
  • 16. März
  • 20. April
  • 18. Mai
  • 15. Juni
  • 13. Juli
  • 10. August
  • 21. September
  • 12. Oktober
  • 16. November
  • 14. Dezember

Telefonische Vorreservierungen nehmen wir für die Monate Januar bis März ab sofort an.

Für die Eheschließungstermine in den Monaten April bis Dezember werden telefonische Vorreservierungen ab dem 04.09.2017, ab 8.30 Uhr, entgegengenommen. Frühere Vorreservierungen sind ausgeschlossen!

Bitte informieren Sie sich telefonisch beim Standesamt in Euskirchen (02251-14327, - 14329, -14364 oder -14413) über freie Trautermine.

Kosten der Eheschließung

Die Grundgebühr für die Überprüfung der Ehevoraussetzungen beläuft sich derzeit auf 40,00 Euro. Ist ausländisches Recht zu beachten, beträgt die Grundgebühr derzeit 66,00 Euro. Hinzuzurechnen sind Kosten für Eheurkunden (zw. 10,00 EUR und 20,00 EUR) sowie für den freiwilligen Erwerb eines Stammbuches (13,00 - 35,00 EUR).

Zusätzliche Gebühren sind zu entrichten bei Trauungen am Samstagvormittag (100,00 €), am Freitagnachmittag (75,00 €) sowie für Trauungen im großen Ratssaal Kölner Straße (155,00 € für die Bereitstellung und, sofern die Eheschließung außerhalb der Öffnungszeiten stattfindet, nochmals zuzüglich 66,00 € ). Trauungen im großen Ratssaal sind nur möglich, wenn der Ratssaal zur Verfügung steht, das heißt, wenn er nicht seiner eigentlichen Funktion entsprechend für Rats- und Ausschusssitzungen benötigt wird.