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Vitale Innenstädte 2016 - Ergebnisse der Euskirchener Befragung

Die Kreisstadt Euskirchen hat sich an der Studie Vitale Innenstädte 2016 beteiligt. Dabei wurden  deutschlandweit in 121 Innenstädten zum gleichen Zeitpunkt Besucher mit standardisierten Fragebögen befragt. Auf dieser empirischen Basis wurden Vergleichsgruppen gebildet, sodass ein Vergleich der lokalen Ergebnisse mit Städten in der gleichen Größenordnung sowie Zentrenhierarchie möglich ist.

Vor dem Hintergrund des Strukturwandels im Einzelhandel wandelt sich die Funktion der Innenstadt. Im Fokus der Befragung stand die Sicht des Besuchers auf die Innenstadt und die Definition der Rolle der Innenstadt. Die Ergebnisse bereichern die Datengrundlage für Strategien zur dauerhaften Attraktivitätssicherung bieten in Euskirchen zum Auftakt des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts auch aus Besuchersicht Hinweise auf Potenziale, die zur Attraktivitätssteigerung aufgenommen werden.

Die Gesamtnote zur Bewertung der Attraktivität war befriedigend und bestätigt den Handlungsbedarf. Sehr positiv ist bei der Befragung aufgefallen, dass das Einzelhandelsangebot gut bewertet wurde und dem vielfältigen Angebot der Innenstadt gerecht wird. Der Großteil der befragten Besucher wohnt außerhalb Euskirchens, der die Stadt auffällig gut bewertet. Euskirchen ist gerade für den Eifeler Raum ein bedeutsames Zentrum. Die hohe Zentralitätskennziffer bestätigt die Bedeutung des Standorts für das Umland. 

Auf die Frage, wo die Befragten überwiegend Produkte aus bestimmten Warenbereichen einkaufen, wurde angegeben, dass fast alle Produkte vorwiegend in dieser Stadt gekauft würden. Insbesondere im Bereich Uhren/Schmuck und Unterhaltungselektronik schneidet Euskirchen auch im Vergleich sehr gut ab und kommt hinsichtlich der Unterhaltungselektronik an die Bewertung der Top-Performer in der Kategorie heran.

Ein ganz entscheidender Faktor für die Gesamtbewertung ist die Benotung des Ambientes und des Flairs, welche in der Euskirchener Bewertung im mittleren Bereich landeten. Dieser Faktor bietet aber auch die Chance aktiv zu werden. Hier setzt die Stadt auf ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK), das Anfang April dieses Jahres mit einem Beteiligungsprozess starten wird. 

Beim sogenannten ISEK werden alle an der Stadtentwicklung beteiligten Akteure aufgefordert mitzuwirken. Auch die Immobilieneigentümer werden hier beraten und können im Falle der Aufnahme in ein Städtebauförderprogramm finanzielle Unterstützung zur Sanierung und Modernisierung ihrer Gebäude erhalten. Zudem bietet dies die Chance, dass auch die Stadt zur Aufwertung öffentlicher Räume finanzielle Unterstützung erhält und somit aktiv in die Gestaltung der Innenstadt wirken kann. Die Gestaltung von öffentlichen Plätzen und Grünflächen sind nach den Befragungsergebnissen wichtige Einzelaspekte in der Bewertung der Attraktivität. Diesbezüglich wurden seitens der Stadt bereits durch die Neugestaltung des Rüdesheimer Platzes und des Gardebrunnenplatzes positive Entwicklungsimpulse gesetzt.

Die historischen Spuren in der Innenstadt, wie z.B. die Stadtmauer, bleiben daher weiterhin im Fokus zukünftiger Stadtplanung. Die geschichtlichen Zeugnisse stiften nicht nur Identität, sondern können im erheblichen Maße zu einer Wohlfühlatmosphäre beitragen.

Zu betonen ist, dass an der Verbesserung des Ambientes kollektiv gearbeitet werden muss. Dies können die Stadt und der Stadtmarketingverein nicht alleine machen. Die Gewerbetreibenden, allen voran der Handel, sowie die Immobilieneigentümer sind wesentliche Akteure, die ihren Beitrag dazu leisten können und müssen.

Auch das Einkaufserlebnis wird immer wichtiger. Deswegen organisiert, initiiert und unterstützt der lokale Stadtmarketingverein z.eu.s e.V. verschiedene Veranstaltungen, die viele Zielgruppen in die Stadt locken. Dass gerade die Lebendigkeit der Euskirchener Innenstadt von Auswärtigen besser bewertet wird, animiert dazu die Euskirchener Bürger noch gezielter anzusprechen.

Das Angebot an Gastronomie hat sich in der letzten Zeit etwas gewandelt und nun bewerteten die unter 25-Jährigen das Angebot am besten von allen Altersgruppen.

Auffallend gute Ergebnisse erzielte die Euskirchener City hinsichtlich Erreichbarkeit und Parken. Die meisten Befragten erreichten die Innenstadt mit dem Pkw und die Pkw-Fahrer selbst bewerteten die Parkmöglichkeiten auch am besten.

Digitale Services wurden insgesamt positiv bewertet. Beliebtester digitaler Service wurde ein kostenfreies WLAN. Hier ist Euskirchen gut aufgestellt. Denn Stadt und z.eu.s haben in Kooperation mit Freifunk Rheinland ein Freifunknetz in der Innenstadt aufgebaut, das gut und gerne von den Innenstadt-Besuchern genutzt wird.