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Grabanlage Familie Herder

Standort 6

Friedhof /Frauenberger Straße
Feld 1, Grab Nr. 10-11
53879 Euskirchen

August Herder (1843-1905) war Protestant, Fabrikant und Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Bonn. Er baute in Euskirchen eine große Bleiweißfabrik an der Roitzheimer Straße. Später befand sich an dieser Stelle die Spedition Daufenbach und über dem Eingangsportal ist die Schrift „August Herder“ heute noch zu lesen.

Das große Grabmal der Familien Herder und von Schlick wurde um 1900 erbaut und besteht aus Werksteinen im quadratischen Grundriss. Der obere Stein verjüngt sich obeliskförmig und schließt mit einer Kugelform ab. In Anlehnung an die ägyptische Grabkultur wurden zu dieser Zeit gerne exotische Elemente bei der Gestaltung gewählt. Als Kontrast zu den geometrischen Formen befinden sich darunter florale Ornamente, als Tannenzweige und Tannenzapfen formschön ausgearbeitet. Ein Apfelbaum ist als Relief dargestellt, der ein Symbol für das Kreuz und Leiden Christi darstellt und als Lebensbaum gilt. Die Inschrift zeigt den Spruch: „Suchet mich nicht hier, sucht mich in euren Herzen“.

Die komplette denkmalgerechte Instandsetzung der Grabanlage ist ein Förderprojekt des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten werden im Anschluss an die Führungen an der Anlage erläutert. (12.00 Uhr und 15.30 Uhr)