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Ehemaliger Städtischer Schlachthof


Technisches Baudenkmal - Standort 1
Erftstraße 68
53879 Euskirchen

In Teilen geöffnet von 11.00 – 17.00 Uhr
Führungen durch den stillgelegten Schlachtbetrieb auf Anfrage
   
Führungen zur Baugeschichte und Architektur:
11.00 Uhr, 13.00 Uhr und 15.00 Uhr

An der Erft wurde 1903 –weit vor den Toren der Stadt- der "Städtische Schlachthof" als großer Hallen-Komplex erbaut. Der Backsteinbau mit imposantem 4-geschossigem Turm und dekorierten Fassaden prägt heute den Straßenraum der Erftstraße. Seine Architektur ist ein Zeugnis der wachsenden Stadtentwicklung und wirtschaftlich aufblühenden Industriestadt Euskirchen um die Jahrhundertwende. Im Inneren zeigt sich anhand der Raumabfolgen, dass dort ein organisierter Großbetrieb mit Kühlkammern, Büros und technischen Ablaufbereichen entstand. Der Schlachthof diente der Versorgung der Bevölkerung und wurde bis 2017 als solcher von den Euskirchenern Metzgern genutzt. Eigentümerin des Schlachthofes ist nun die Euskirchener Baugesellschaft (Eugebau).

Die historischen Pläne (Grundrisse, Ansichten, Schnitte und Gartenplanung) werden im Rahmen einer Ausstellung gezeigt und während der Führungen wird Dr. Gabriele Rünger, Stadtarchiv, die Baugeschichte und Architektur am Objekt und mithilfe der Pläne erläutern.
Die Denkmalbehörde betreut Petra Denny, Abt. Stadtentwicklung und Bauordnung, und  beantwortet vor Ort Fragen rund um das Thema Denkmalschutz. Für Kinder liegen Malplakate und viele bunte Luftballons bereit. Die Mitarbeiter der Eugebau führen auf Anfrage durch Teile des stillgelegten Schlachtbetriebes, dort sind die Maschinen des letzten Betreibers noch zu sehen. Besucher können auf Karten ihre Ideen preisgeben und Vorstellungen formulieren, wie der Schlachthof zukünftig genutzt werden kann. Diese werden in einer Box gesammelt.

Der Künstler Rolf A. Kluenter hat nach der Schließung den Schlachthof besichtigt, kunstvoll fotografiert und einen beeindruckenden Bildband als limitierte, signierte Sonderausgabe mit dem Titel "Schlacht.Meister." aufgelegt. Dieser kann am Tag des Denkmals im Schlachthof erworben werden. Der Erlös ist für die Beschilderung denkmalgeschützter Objekte in Euskirchen gedacht.

In Verbindung mit der Publikation „SCHLACHT.MEISTER.“ ist eine Wandmalerei mit dem Titel “ANIMAL LIBERATION" am 20.07.2018 entstanden. Diese Wandmalerei wird am Tag des Denkmals  der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Rolf A. Kluenter und der indisch-ladakhische Künstler Kunzang Rangdol haben durch ihren Dialog und die Auseinandersetzung mit dem Thema Schlachthof ein Werk geschaffen, das zeitgenössische und buddhistisch-traditionelle Elemente und Tier-Motive vereint.

Schlachthof der Stadt Euskirchen, Schnitt 1901