Details zur Straße

Dr.-Hugo-Oster-Platz

Am 17.12.1992 beschloss der Rat einstimmig den Hindenburgplatz in "Dr.-Hugo-Oster-Platz" umzubenennen. Der am 14.03.1878 in Flamersheim geborene Dr. Hugo Oster hat viele Jahre als praktischer Arzt in Euskirchen, zuerst in der Wilhelmstraße 36, dann in seinem eigenen Haus in der Baumstraße 8, gewirkt. Auch außerberuflich hat sich der beliebte Arzt durch sein soziales Engagement verdient gemacht. Er war SPD-Ratsherr vom 05.10.1919 bis 1933. Der feingeistige Mediziner, der auch Lyrik publizierte und in Leserbriefen als überzeugter Sozialdemokrat gegen Standesunterschiede kämpfte, kann durch Beispiele etwas charakterisiert werden.

Er war bei der Arbeiterschaft außerordentlich beliebt, und seine Rechnungen erregten bei den Kassen Kopfschütteln, da er stets den Mindestsatz verlangte. 

Dr. Hugo Oster, seine Ehefrau Sofia, geborene Mannheimer (*20.05.1893), und die Tochter Irene (*21.11.1923 in Euskirchen) wurden am 15.06.1942 nach Theresienstadt deportiert, wo er am 18.05.1943 starb. Sofia und Irene Oster wurden mit ihm deportiert, dann am 09.10.1944 nach Auschwitz gebracht und ermordet. Das Todesdatum ist unbekannt.