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Kirche und Kloster St. Matthias

Seit der Schaffung der neuen Südstadtpfarrei sind zwischen 1965- 1967 das architektonisch ungewöhnliche Franziskanerkloster und die Kirche durch den Architekten Emil Steffann (1889-1968) und seine Mitarbeiter H. Bienefeld und G. Hülsmann errichtet worden. Die übrigen Bauten des Gemeindezentrums mit Forum, Küsterhaus und Kindergarten entstanden kurz vorher oder danach. Die Gesamtanlage will umfeldprägend sein.

Die Baugesinnung ist vom franziskanischen Geist der Einfachheit und Armut geprägt. Die spätantiken und mittelalterlichen Stilmerkmalen verpflichteten Bauten sind materialbewußt und kunsthandwerklich ausgeführt. - mit aufwendigem Bruchsteinmauerwerk und Schmiedearbeiten, mit gezielter Lichtführung und Farbgebung. In Formensprache und Baugesinnung wollte der Architekt Räume für eine kontemplative Religiösität wie für eine zeitgemäße Liturgie schaffen.

Altes Franziskanerkloster

Nach einer vorläufigen Niederlassung der Franziskaner 1916 in angemieteten Privathäusern an der Münstereifeler Straße (Nr.85-87) konnte der Orden 1926 eine neue Kirche mit Klostergebäude an einem stadtbildbestimmenden Platz zwischen Eifelring und Münstereifeler Straße beziehen. Der Standort war im gründerzeitlichen Bauprogramm Euskirchens vorgesehen.

Die Ausführung geriet schlichter. Der Architekt des funktionalen Baus mit einem bloßen Dachreiter als Glockenturm war der Stadtbaumeister Leven. In den 50er Jahren wurde die Kirche umgestaltet und durch ein Studienheim erweitert. Von 1941 bis 1959 hatte die Klosterkirche den Status eines Pfarr-Rektorats.