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Euskirchener Volkszeitung

Das Stadtarchiv Euskirchen verfügt u.a. über die Ausgaben der Jahre 1904-1914 der Euskirchener Volkszeitung. Die Zeitung stellt einen besonderen Wert für die stadtgeschichtliche Forschung dar. Sie wurde in den letzten Jahren verfilmt und digitalisiert.

Der Bürgermeister der Stadt Euskirchen und Reichstagsvizekanzler Thomas Eßer hatte am 02.08.1904 die Euskirchener Volkszeitung als „unabhängiges Organ für Centrums-Politik und Bürger-Interessen“ als eine Aktiengesellschaft gegründet. Einen breiten Raum hatte in ihr „die Erörterung der kommunalen Angelegenheiten von Stadt und Land“. Ihre Geschäftsstelle befand sich bis Mai 1905 in der Kirchstraße 1 in Euskirchen, dann in der Hochstraße 11, Tür an Tür mit der „Euskirchener Spar- und Kreditgenossenschaft“, die sich dann später „Gewerbebank“ nannte. Thomas Eßer schrieb viele Artikel für seine Zeitung selbst und war neben einem verantwortlichen Redakteur der eigentliche Motor des Blattes und Vorstand der Trägergesellschaft. Sie erschien anfangs 3 Mal in der Woche, ab 1913 dann täglich.  Am 31.07.1914 wurde die Euskirchener Volkszeitung eingestellt. Sie begründete die Entscheidung damit, dass sie ein Zuschussbetrieb sei, wie viele mittlere und kleine Zeitungsbetriebe. Die Nachrichten enden mit den noch ungewissen Meldungen über die deutsche Mobilmachung. Viele Zeitungen hatten an diesem Tag ihre Extrablätter zum Beginn des Krieges schon gedruckt, mussten sie aber noch einen Tag zurückziehen. Die Euskirchener Volkszeitung stellte ihre Nachrichten ganz ein.

Der Stadtverordnete Albert Wichterich hat der Stadt Euskirchen aus dem Nachlass seines Vaters Ferdinand diesen Zeitungsbestand im Januar 1987 gestiftet.