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Führungen für Schulklassen

Woher kommt unser Wissen über die Geschichte der Stadt Euskirchen? Auf diese Frage finden Schülerinnen und Schüler aus allen Schulformen und Schulstufen im Stadtarchiv eine Antwort.

Bei Archivführungen erklären wir altersgemäß die Aufgaben und Bestände des Archivs und zeigen den Schülerinnen und Schülern, wie man mit diesen einzigartigen Originalunterlagen arbeiten kann. An verschiedenen Stationen legen wir in den Magazinen Dokumente aus verschiedenen Jahrhunderten aus, an denen die Schüler durch praktischen Umgang das Arbeiten mit Archivunterlagen erlernen.

Im Vergleich zwischen alten und neuen Stadtplänen lässt sich die Entwicklung der Stadt ablesen, man kann Fotos der eigenen Schule heraussuchen, den Geburtstag in der Zeitung nachschlagen und auch in der Meldekartei die eigene Familie finden.

Wenn Sie Interesse an einer Führung haben, wenden Sie sich bitte an das Stadtarchiv, um einen Termin abzusprechen. Die Führungen für Schulklassen dauern zwei Unterrichtsstunden.

Unterrichtsmappen zur Orts- und Regionalgeschichte

Folgende Quellensammlungen liegen im Archiv vor und können als Unterrichtsmaterial benutzt werden:

  • Verfolgung und Opposition unter dem Nationalsozialismus im Kreis Euskirchen - Fallbeispiele aus dem politischen Katholizismus und der Katholischen Kirche von Norbert Toporowsky und Reinhold Weitz, herausgegeben vom Verein der Geschichts- und Heimatfreunde, 1987
  • Hexenprozesse in Flamersheim 1629 von Josef van de Gey, herausgegeben vom Verein der Geschichts- und Heimatfreunde, 1987
  • Jüdisches Schicksal in Euskirchen, herausgegeben vom Stadtmuseum Euskirchen, 2006
  • Menschen aus Euskirchen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus, herausgegeben vom Stadtmuseum Euskirchen, 2006
  • Anton Hufschlag (1790-1810) - Ein Euskirchener in napoleonischen Diensten und Euskirchen unter französischer Herrschaft

Schülerarbeiten

Archivarbeit eignet sich für Referate, Facharbeiten, Geschichtswettbewerbe und Projekttage. Nicht nur im Fach Geschichte, sondern auch in Sozial- und Wirtschaftskunde, Politik, Erdkunde, Religion und Kunst kann man Quellen im Stadtarchiv finden. Voraussetzung ist natürlich, dass das Thema sich auf die Stadt Euskirchen bezieht.

Tipps für Schüler:

Wie finde ich ein Thema?
Das Thema muss einen Bezug zu Euskirchen haben. Sinnvoll ist ein kleiner Ausschnitt aus der großen Geschichte zu wählen.

Welche Themen eignen sich für eine Schülerarbeit?
Für eine Schülerarbeit eignen sich besonders Themen wie Jahrestage, Jubiläen, Feste und Denkmäler, Gebäude, Straßennamen, Persönlichkeiten und besondere Anlässe.

Es empfiehlt sich, die Schülerarbeit mit der bereits vorhandenen Literatur zu beginnen. Wir helfen gerne bei der Suche nach geeigneter Literatur.

Archivdokumente sind keine Schülbücher, in denen das Wichtigste schon zusammengefasst ist. Archivalien enthalten viele Einzelinformationen, in denen man erst herausfinden muss, was wichtig für das Thema ist.

Bevor die Schreibmaschinen in die Büros einzogen, schrieben die Menschen mit der Hand. Dabei verwendeten Sie die Deutsche Schrift bis Anfang der 1940er Jahre. Zum Erlernen dieser Schrift bietet das Internet viele Übungsseiten an.

Bildungspartner NRW - Archiv und Schule

Am 8. Juli 2011 startete beim Rheinischen Archivtag in Remscheid offiziell die Bildungspartnerschaft Archiv und Schule.

Bei der seit 2005 nunmehr sechsten Bildungspartnerschaft, einer gemeinsamen Initiative des Landes und der Kommunen NRW geht es um "Archiv und Schule".

Forschend entdeckendes Lernen gestaltet den Geschichtsunterricht lebendig. Die Arbeit mit Originalquellen öffnet Schülerinnen und Schülern einen neuen, aktiven Zugang zur Geschichte. Vergangenheit wird anschaulich und erfahrbar; das Geschichtsbewusstsein wird wie von selbst gestärkt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter dem Link www.bildungspartner.nrw.de und unter www.archiv.schulministerium.nrw.de.

Emil-Fischer-Gymnasium und Stadtarchiv

Die Geschichtskurse der Jahrgangsstufen G8 und 11 des Emil-Fischer-Gymnasiums haben das Stadtarchiv als außerschulischen Lernort entdeckt.

Die im Unterricht behandelte französische Revolution wurde durch den Euskirchener Soldaten Anton Hufschlag, der 1810 in napoleonischen Diensten stand, vertieft. Der 19jährige Euskirchener Anton Hufschlag wurde in einem Losverfahren zwangsrekrutiert und musste mit den französischen Truppen nach Spanien ziehen. Erhalten sind im Stadtarchiv ein Brief, den Anton im Jahr 1810 aus Burgos an seine Eltern in Euskirchen schrieb, und die Kopien eines dem Brief beigefügten Gemäldes von Anton in französischer Uniform. Der Brief war das letzte Lebenszeichen, das die Eltern und Geschwister in Euskirchen erreichte.
Die Schülerinnen und Schüler nahmen die historischen Quellen unter die Lupe und machten mit neuen Medien die historische Persönlichkeit wieder lebendig. Ein Profil für Facebook wurde aus dem Brief Antons an seine Eltern erarbeitet.

Zu solchen Projekten rief die Medienberatungsstelle NRW (zusammen mit dem LVR-Zentrum für Medien und Bildung und dem LWL-Medienzentrum für Westfalen) im Auftrag des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW und der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen für das Jahr 2011 in der Initiative "Bildungspartner NRW - Archiv und Schule" auf. Verbindlich unterzeichneten Schulleiterin Alexandra Dreiseidler und Bürgermeister Dr. Uwe Friedl eine Kooperationsvereinbarung, die das Emil-Fischer-Gymnasium und das Stadtarchiv für mindestens zwei Jahre aneinander bindet.

Grundschule Weststadt und Stadtarchiv

Die Freundschaft zwischen Ben und Rafael wird ewig halten, schließlich haben sich die beiden Grundschüler auf einer echten Urkunde mit Brief und Siegel dazu verpflichtet. Doch woher wussten die beiden Jungs überhaupt was "Mit Brief und Siegel" bedeutet? Als Kulturstrolche hat die 4. Klasse der Gemeinschaftsgrundschule Weststadt in Kooperation mit dem Stadtarchiv diese Frage beantwortet. Da dieses Projekt bei den Schülern besonders gut ankam, wird es ab dem Schuljahr 2013/2014 eine Bildungspartnerschaft zwischen der Grundschule und dem Stadtarchiv geben. Dann können die Schülerinnen und Schüler im Archiv hautnah erleben, wie in einem Archiv gearbeitet wird und schließlich auch einmal selbst Hand anlegen und eine eigene Urkunde schreiben und siegeln.