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Palliativpflege und Hospiz / Trauerbegleitung

Allgemeine Ambulante Palliativpflege

Unter dem Begriff Palliativpflege versteht man die Pflege schwerstkranker Menschen in der letzten Lebensphase. Hierbei handelt es sich meist um Tumorpatienten, aber auch um Menschen mit anderen fortschreitenden Erkrankungen mit zunehmend schwerem Verlauf. 

Das Hauptanliegen der Palliativpflege und -medizin ist die Linderung von Symptomen wie Schmerzen, Übelkeit, Luftnot, Obstipation, etc. Das Ziel der Behandlung ist nicht die Heilung, sondern die Verbesserung der Lebensqualität im häuslichen Umfeld. 

Mittlerweile gibt es in Deutschland viele Hospize, einige Palliativstationen in Krankenhäusern und auch wenige, auf die palliative Pflege spezialisierte ambulante Dienste. 

Die Diakonie-Station Euskirchen bietet einen solchen Palliativpflegedienst an. Dafür stehen fünfzehn speziell weitergebildete Pflegefachkräfte zur Verfügung. Die Einrichtung ist von allen Kranken- und Pflegekassen zugelassen.

Leistungen:

  • Ärztlich delegierte behandlungs-pflegerische Leistungen
  • Beratung von Patienten und Angehörigen
  • Pflege schwerstkranker und sterbender Menschen in ihrer häuslichen Umgebung, insbesondere im Endstadium einer Krebserkrankung
  • Pflegefachkräfte mit Palliativ Care Ausbildung (Schmerztherapie und Symptomkontrolle)
  • Versorgung von Patienten mit intravenöser (parenteraler) Ernährung
  • Versorgung von Port-Systemen
  • Beratung und Hilfe in Krisensituationen
  • Vermittlung von Nachtwachen
  • Rufbereitschaft von 24 Stunden
  • Ambulante Hospizliche Begleitung 

Diakonie-Station Euskirchen
Ambulante Palliativpflege
An der Vogelrute 2, 53879 Euskirchen
Tel.: 02251/4448
E-Mail: pflege(at)diakonie-eu.de
Internet: www.diakonie-eu.de

Spezialisierte Ambulante Palliativ Versorgung (SAPV)

Wir möchten in unserem Einsatzgebiet die Lebensqualität von Patienten und Zugehörigen durch spezialisierte Betreuung und Begleitung bei schwerer, unheilbarer Krankheit verbessern. 

Wir begleiten Sie mit einem multiprofessionellen Team aus qualifizierten Palliativärzten und -pflegefachkräften in Kooperation mit den örtlichen Pflegediensten, den ambulanten Hospizdiensten, der Seelsorge, der sozialen Arbeit, Apotheken und Ihnen wichtigen Diensten und Personen. Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art wollen wir zusammen lindern.

In Ihrer gewohnten und vertrauten Umgebung setzen wir dieses mit Ihnen um. Das gilt auch für Patienten in stationären Altenhilfeeinrichtungen (Pflegeheime) und anderen stationären Betreuungsformen.

Auf unserem Netzwerk basierend können wir gemeinsam, schnell und vor allem unkompliziert unsere Patienten palliativ versorgen und helfen, den Patientenwillen durchzusetzen. Das heißt: Die Schwerpunkte unserer Tätigkeit sind Vorbeugen und Lindern von Leiden, sowie das frühzeitige Erkennen und sorgfältige Behandeln von Schmerzen und anderen körperlichen, psychosozialen und spirituellen Problemen. 

Unsere Tätigkeit verstehen wir ergänzend, beratend und koordinierend zu den bereits haus- und fachärztlich betreuenden Medizinern und anderen Leistungserbringern. 

Alle SAPV Leistungen sind für Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen kostenfrei. Für Privatversicherte gilt dies in der Regel auch, hier gelten die vertraglich vereinbarten Leistungsabrechnungen. Die Leistungen der SAPV werden nicht auf das Pflegegeld angerechnet.

Palliativteam SAPV RheinErft - Kreis Euskirchen
Königstr. 33, 50321 Brühl
Koordinationsbüro Euskirchen
Josef-Ruhr-Straße 30, 53879 Euskirchen
Tel.: 02255/9469822
E-Mail: info(at)palliativteam-rheinerft.de
Internet: www.palliativteam-rheinerft.de

Ambulante Hospizdienste Euskirchen

Es stellt sich nicht die Frage, ob wir sterben, sondern wie wir sterben. Dieses WIE steht im Zentrum der Hospizarbeit. 

Hospizdienste möchten helfen, das Leben in Würde, Selbstbestimmung und mit größtmöglicher Lebensqualität bis zum Ende als sinnvoll zu erfahren. 

Der Wunsch von Kranken,

  • am Ende nicht allein zu sein,
  • in vertrauter Umgebung und bei vertrauten Menschen zu bleiben,
  • frei von Schmerzen zu sein, ist bestimmend für diese Arbeit. 

Dazu begleiten Hospizdienste diese Kranken bis zuletzt:

  • besuchen sie,
  • gehen mit ihnen aus,
  • beraten über mögliche Hilfen,
  • vermitteln bei Bedarf zu einem Pflegedienst. 

Hospizdienste begleiten Schwerstkranke und Sterbende und können somit auch deren Angehörige entlasten. Die individuellen Bedürfnisse der betroffenen stehen dabei im Vordergrund. Sie runden damit das Angebot einer ganzheitlichen Betreuung ab und bieten zudem folgende Eigenschaften:

  • kostenlos und unterliegen der Schweigepflicht
  • ökumenisch und überkonfessionell
  • werden geleistet von speziell dafür ausgebildeten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen
  • Bieten psychosoziale Beratung
  • stehen jeder und jedem zur Verfügung, unabhängig von Religion, Weltanschauung, Alter, Herkunft und Lebensweise
  • arbeiten zusammen mit Ärzten, Pflegediensten, Krankenhäusern, Palliativstationen, Seelsorgern und vielen anderen. 

Caritasverband für das Kreisdekanat Euskirchen e.V.
Wilhelmstraße 52, 53879 Euskirchen
Kontakt: Christel Eppelt, Monika Stoffers
Tel.: 02251/126510 und 0177/9565308
E-Mail: hospiz(at)caritas-eu.de
www.caritas-eu.de

Palliativer Hospizdienst der Diakonie in Euskirchen
Kaplan-Kellermann-Straße 12, 53879 Euskirchen
Kontakt: Sonja Conrads
Tel.: 02251/92 90 18 und 01577/4172861
E-Mail: hospiz(at)diakonie-eu.de
Internet: www.diakonie-eu.de

Stationäres Hospiz

Ein Hospiz ist eine Lebensstätte für schwersterkrankte Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Da weder Heilung noch Stillstand der Erkrankung bei den Gästen eines Hospizes mehr zu erwarten sind, bedürfen sie einer besonderen Begleitung. Die Aufnahme in das Hospiz erfolgt unabhängig von Religionszugehörigkeit, Weltanschauung und sozialem Status. Jeder Mensch kann aufgenommen werden, der an einer fortschreitenden Erkrankung leidet, deren endlicher Verlauf vom Arzt auf Wochen oder wenige Monate bezeichnet wird, der eine besondere palliativ (lindernde) medizinische und pflegerische Versorgung braucht und für den eine häusliche Versorgung nicht (mehr) ausreicht.

Aufrichtige Zuwendung und eine fürsorgliche Begleitung, die auch die Angehörigen miteinschließt, bieten im Hospiz ein würdevolles Leben bis zu seinem Ende.

Hospiz der Stiftung Marien-Hospital Euskirchen
An der Malzfabrik 2, 53879 Euskirchen
Tel.: 02251/12938-0
E-Mail: info(at)marien-hospital.com
Internet: www.marien-hospital.com

Trauerangebote in Euskirchen

Café Paradies – ein besonderer Friedhofsbesuch

Das Café Paradies ist ein offenes Angebot für alle, die einen Menschen verloren haben, unabhängig von der Konfession und Nationalität.

  • Gespräche mit Menschen, die für Sie da sind und zuhören.
  • Austausch mit anderen Trauernden bei einer Tasse Kaffee oder Tee.
  • Möglichkeit der Teilnahme an unserer 10-Minuten-Andacht, jeweils um 14.30 Uhr und um 15.30 Uhr

Das Café Paradies ist von Februar bis Oktober an jedem 1. Sonntag im Monat von 14.00 bis 16.30 Uhr geöffnet. Zusätzlich am Totensonntag im November von 12.00 bis 16.00 Uhr. Das Angebot findet in der Friedhofskapelle/Friedhof Euskirchen, Frauenbergerstr., statt.

Ein ökumenisches Projekt der evangelischen und katholischen Kirche. 

Ihre Ansprechpersonen:
Annelie Rak, Tel.: 02251/775966, E-Mail: annelie.rak(at)gmx.de
Jens Schramm, Tel.: 02251/9170095, E-Mail: gemeindediakon(at)ekir.de
Diakon Werner Jacobs, Tel.: 02251/146547, E-Mail: diakon.jacobs(at)st-martin-euskirchen.de

Ökumenisches Friedhofstaxi

Mit dem Ökumenischen Friedhofstaxi können Senioren, die nicht so gut zu Fuß oder in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, an das Grab ihrer Angehörigen und Freunde gefahren werden. Dieser Service kann jeden ersten Sonntag im Monat von Februar bis Oktober in Anspruch genommen werden. Dazu werden die Senioren zu Hause abgeholt und auch wieder zurückgebracht.  Vor oder nach dem Besuch am Grab besteht die Möglichkeit, in der Trauerhalle des Friedhofs einen Kaffee oder Tee zu trinken und mit anderen Besuchern ins Gespräch zu kommen.

Die Fahrtzeiten zum Friedhof sind von 13.30 bis 15.30 Uhr. Wer diesen kostenlosen Fahrdienst in Anspruch nehmen möchte, muss vorab telefonisch einen Termin vereinbaren. Den diensthabenden Fahrer erreicht man unter der Telefonnummer 0157/33808160. Das Telefon ist von Montag bis Freitag vor dem ersten Sonntag im Monat freigeschaltet. 

Ihre Ansprechpartner:
Jens Schramm, Tel.: 02251/9170095, E-Mail: jens.schramm(at)ekir.de
Diakon Werner Jacobs, Tel.: 02251/146547, E-Mail: diakon.jacobs(at)st-martin-euskirchen.de

Friedhofsmobil der Daufenbach-Stiftung und des DRK

Das Friedhofsmobil ist ein Angebot der „Dorothea und Willy Daufenbach“-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Rotkreuz-Kreisverband.  Es richtet sich speziell an Senioren ab 70 Jahren und Menschen mit einem Schwerbehindertenausweis („aG“).

Die Fahrgäste werden innerhalb der Kernstadt von montags bis freitags zwischen 13 und 16 Uhr mit einem Rotkreuz-Auto abgeholt, zum Friedhof an die Frauenberger Straße gefahren und später wieder zurückgebracht. Der Service ist kostenfrei. Man muss lediglich vorher anrufen und einen Termin vereinbaren. Wenn nötig wird auch mit kleinen Handreichungen geholfen, Verblühtes weggeräumt, Schalen abgesetzt oder Grablichter platziert.

Wer möchte, kann aber auch nur ein stilles Gedenken am Grab halten. Den Senioren stehen etwa 30 Minuten Zeit zur Verfügung, um dort zu verweilen. Durch eine Ausnahmegenehmigung ist eine Fahrt auf den asphaltierten Wegen bis nah an das jeweilige Grab auf dem Friedhof möglich.

Informationen und Anmeldungen: DRK Euskirchen, Moritz Wolber, Tel.: 02251/791128, E-Mail: mwolber(at)drk-eu.de

Treffpunkt für Trauernde im ev. Gemeindezentrum 

Ein offenes Angebot für Menschen, die ihrer Trauer Raum geben möchten. 

Wir bieten Ihnen …

  • Raum für Trauer und Freude
  • Gespräch, Austausch, Kontakt oder einfach nur Zuhören mit anderen Menschen
  • Momente der Stille und des Gebets
  • einen geschützten Rahmen bei Kaffee und Tee
  • eine ruhige und einfühlsame Atmosphäre 

Unser „Treffpunkt für Trauernde“ ist einmal im Monat – in der Regel jeden 2. Mittwoch von 17.30 bis 19.00 Uhr, Ev. Gemeindezentrum, Kölner Str. 41, Gruppenraum 1, geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Begleitet wird der Treffpunkt von Pfarrer Edgar Hoffmann und Diakon Jens Schramm, die auch gerne weitere Informationen geben.

Ihre Ansprechpartner:
Diakon Jens Schramm, Tel.: 02251/53839, E-Mail: jens.schramm(at)ekir.de
Pfarrer Edgar Hoffmann, Tel.: 02251/9170095, E-Mail: edgar.hoffmann(at)ekir.de
Internet: www.ev-kirche-euskirchen.de

Trauerbegleitung der Diakonie Euskirchen

Denn Leben mit dem Sterben Lebendigkeit zugestehen, manchmal einhauchen. Gemeinschaft zur Verfügung stellen, Mitfühlen, ein Brückenpfeiler sein. Demut zeigen, Übermut bewahren. Vertrauen haben, manchmal stellvertretend unerschütterlich dabei bleiben. Heilsame Abschiede ermöglichen. Sehr lebendig sein. Chris Paul

Natürlich trauern!

Trauern ist eine natürliche Reaktion auf den Verlust eines Menschen oder einer Sache, zu denen eine sinnerfüllte Beziehung bestand.

Trauerbegleitung

  • Individuelle Einzelbegleitungen
  • Begleitungen zur Beerdigungsstätte/Friedhof
  • Fragen bzgl. der Kindertrauer, wie soll ich mit meinem Kind reden
  • Die Traurigkeit will Sie einfach nicht verlassen

Wir sind auch bei erschwerter Trauer für Sie da. Diese kann sich einstellen, wenn man mit Suizid, nicht anerkannter Trauer, oder plötzlichen Sterbefällen, ohne dass man sich Verabschieden konnte (durfte), konfrontiert wird.

Ihre Ansprechpartnerin:
Sonja Conrads, Trauerbegleiterin
Tel.: 02251/929018
E-Mail: trauer(at)diakonie-eu.de
Internet: www.diakonie-eu.de

Trauercafé „Café Insel“

Trauer hat viele Gesichter. Die Bedürfnisse Trauernder sind sehr unterschiedlich und verändern sich auf dem Weg der Trauer. Wenn jemand verstirbt, sind Familie und Freunde die ersten Unterstützer, die die Trauernden auffangen. Später kann es hilfreich sein: 

  • mit anderen Trauernden zu sprechen,
  • Trauergruppen zu besuchen,
  • professionelle Hilfe zu suchen,
  • im Internet zu chatten.

Der Caritasverband bietet verschiedene Trauerangebote im Kreis Euskirchen an. Im Trauercafé „Café Insel“ sind alle Trauernde herzlich willkommen. Auf Wunsch sind Einzelgespräche möglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Trauercafé findet jeden 3. Freitag im Monat von 15.30 bis 17.30 statt.

Café Insel
Frauenberger Straße 2–4, 53879 Euskirchen
Christel Eppelt, Tel.: 02251/126510
E-Mail: hospiz(at)caritas-eu.de
Internet: www.caritas-eu.de

Netzwerk im Kreis Euskirchen für Sterbe- und Trauerbegleitung e.V. – NEST e.V. 

  • Sterbende und trauernde Menschen haben ganz unterschiedliche individuelle Bedürfnisse. Eine umfassende Begleitung und Betreuung benötigen den Erfahrungsaustausch, die gegenseitige Unterstützung und die Hilfe anderer Menschen.
  • Um die Angebote und Aktivitäten im Kreis Euskirchen zu bündeln und in der Öffentlichkeit darzustellen, haben wir uns zu einem tragfähigen Netzwerk zusammengeschlossen. Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen auch die letzte Phase ihres Lebens selbstbestimmt gestalten können und wollen die Gesellschaft für diesen Gedanken sensibilisieren.
  • Unser Netzwerk verbindet Einzelpersonen, Institutionen und Unternehmen – partnerschaftlich und kooperativ.
  • Auf unserer Homepage www.nest-euskirchen.de finden Sie Hinweise für Betroffene und ihre Angehörigen.

Nest e.V.
Siemensstr. 18, 53902 Bad Münstereifel
Vorsitzende Ursula Koch-Traeger, Tel.: 0800/9557744 (kostenlos)
E-Mail: vorsitz(at)nest-euskirchen.de
Internet: www.nest-euskirchen.de