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Städtische Bewegungskita Kölner Straße

Kita Kölner Straße

Kinder sind von ihrem ersten Lebenstag an aktiv und wollen ihre Umwelt erkunden.

Erwachsene können sie dabei begleiten und unterstützend wirken indem sie eine entsprechende Umgebung schaffen, Sinneserfahrungen zulassen und ihnen damit Chancen für ein Leben und Lernen mit allen Sinnen geben.

Den meisten Kindern fehlt heute eine ausgewogene Stimulierung und Entwicklung aller Sinnesbereiche.

Sie leben in einer reizintensiven und sensationsreichen Umwelt, ohne die Zeit und Gelegenheit zu haben, die Vielzahl der Reize auch zu verkraften. Andererseits wachsen sie in einer hinsichtlich ihrer körperlich-sinnlichen Erfahrungen verarmten Lebenswelt auf, die ihnen viele Anregungen und Erfahrungen vorenthält bzw. verschließt. Dies ist auch ein Grund für eine Vielzahl von Wahrnehmungsstörungen.
(Formulierung entnommen aus Renate Zimmer „Handbuch der Sinneswahrnehmung“)

„Leben und Lernen mit allen Sinnen“ haben wir in unserer Konzeption als wichtigstes Element zugrunde gelegt und möchten dies den Kindern besonders durch den Einsatz psychomotorischer Bewegungs- und Wahrnehmungsangebote möglich machen. Psychomotorik soll in unserer Einrichtung als „Erziehungsprinzip“ spürbar werden.

Die pädagogische Konzeption erläutert das tägliche Handeln der Mitarbeiter und richtet sich an alle Kinder, Eltern, Träger, Institutionen, Praktikantinnen und Kolleginnen die unsere Einrichtung besuchen, mit uns zusammenarbeiten oder einen Einblick in unsere Arbeit erlangen möchten.
Ihr Team der Bewegungs-KiTa Kölner Straße
April 2017

Einrichtung

Historie unserer Kindertagesstätte

Auf dem Grundstück Kö̈lner Straße 125 grü̈ndete der Gastwirt J. Frings am 22.05.1881 die Tivoli- Anlage. Dabei handelte es sich um eine große Freizeitanlage, die aus einem Hotelbetrieb mit einem großen, ebenerdigen Saal, einer baumbepflanzten Festwiese mit Pavillon, 175 m langen Schießständen, die bis an die Erft reichten, einem zementierten Schwimmbad mit Umkleidekabinen, einer Radrennbahn, einer Reitbahn, einem Übungsturm für die Feuerwehr und dem Seemann-Museum bestand.
In der Zeit zwischen Juli/August 1903 fand auf dem Tivoli der 19. Rheinische Handwerkstag statt, die erste gewerbliche Ausstellung dieser Art in Euskirchen.

Der große Tivoli-Saal war nach der Abdankung des Kaisers und Ausrufung der Republik im November 1918 der Schauplatz einer dramatischen Bürgerversammlung. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung in diesen turbulenten Tagen hatten die anwesenden Soldaten einen Soldatenrat gebildet, der die Macht in der Stadt ausübte. Die gesamte Bevölkerung war hierüber beunruhigt. Sie traf sich in dem mehr als 1100 Personen fassenden, vollbesetzten Tivoli-Saal, wo es dem Beigeordneten Thomas Eßer gelang, den Soldatenrat durch zivile Bürger zu erweitern. Dadurch wurde ihm die revolutionäre Tendenz genommen und das Einvernehmen zwischen Bevölkerung und den Soldaten wieder hergestellt.

Auf dem Grundstück übernahm nach 1945 die Kreisverwaltung in einer Baracke erstmals wieder ihren Dienstbetrieb. Als das neue Kreishaus 1952 fertiggestellt war, übernahm die Stadt die Baracke. Sie etablierte hier das städtische „Haus der Jugend“ mit einem Kindergarten und einer Jugendherberge.

Die Tivoli-Anlage wurde wenig später von der eintreffenden Besatzung beschlagnahmt und im Zweiten Weltkrieg total zerstört.

Heute befindet sich auf dem Grundstück unsere 1973 neu errichtete städtische Kindertagesstätte, die im Januar 1974 offiziell in Betrieb genommen wurde. Unsere pädagogische Arbeit entwickelte sich im Laufe der Jahre weiter bis hin zu unserer heutigen Konzeption.

Durch die Teilnahme am Projekt des Landessportbundes NRW „Bewegungsfreundlicher Kindergarten“ erhielt die Einrichtung am 22. Oktober 2001 das entsprechende Zertifikat und nennt sich seitdem Städt. Bewegungs-KITA.

Am 31.07.2006 wurde der seit 1952 angegliederte Hort für 6 - 14 jährige Schulkinder geschlossen.
Ab dem 01.08.2016 gibt es in unserer Einrichtung zwei Gruppen für zwei- bis sechsjährige Kinder (U3).

Impressionen