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Katholische Pfarrkirche Elsig

In der Ortsmitte von Elsig liegt umfriedet von einer Mauer und inmitten des alten Begräbnisplatzes ein gedrungener Kirchenbau. Sein neuzeitlicher Turm darf nicht über das Alter der Kirche hinwegtäuschen. Der Chor aus dem 14. Jahrhundert und das Langhaus des 15. Jahrhundert enthalten noch Reste des romanischen Vorgängerbaus, der seit der Übernahme von Herrschaft und Pfarre durch die Jülicher Grafen (1344 und 1357) umgestaltet worden war. Der Innenraum beeindruckt durch seine ungewöhnliche Ausmalung, die in den 50er Jahren freigelegt wurde. Aus dem Chorgewölbe schaut ein sitzender Gottvater herab, der seinen gekreuzigten Sohn Jesus Christus umfängt. Es handelt sich um den Bildtyp des Gnadenstuhls aus dem 15. Jahrhundert. Die Wandmalereien des Langhauses zeigen die Sieben Schmerzen Marie (um 1510/20). In den Medaillons sieht man in der Richtung der sieben Schwerter die Kreuzigung und die Beweinung. Zu den alten Fresken gehören auch die sog. vier Marschälle - Cornelius, Antonius, Quirinus und Hubertus, die als beliebte Kölner Schutzheilige auch die Nachbarkirche Frauenberg schmücken. Die ungewöhnlich reiche Ausschmückung wird durch einen Passionsaltar aus der Alt-Kölner Schule mit Übermalungen des 17. Jahrhundert und einem etwas jüngeren Marienaltar ergänzt.
(Besichtigung nach Vereinbarung mit Frau Pohl, Telefon: +49.2251.3882).