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Provinzial - Taubstummenanstalt

Im Jahre 1912 begannen die Provinzialbehörden in Düsseldorf mit dem Bau der Provinzial - Taubstummenanstalt für schwachbefähigte katholische Taubstumme. In ihrer Hand lagen auch Bauplanung und -ausführung. Dank des günstigen Geländeangebotes war die Wahl auf den Standort Euskirchen gefallen. 120 "Zöglinge" sollte aufgenommen werden. Gleichzeitig baute der Kölner Verein zur Beförderung des Taubstummenunterrichts auf einem vier Morgen großen anschließenden Gelände ein Heim für 50 gebrechliche Taubstumme.

Das Hauptgebäude diente im Erdgeschoß mit Klassenräumen dem Schulbetrieb, die Obergeschosse als Wohn- und Schlafräume der Zöglinge, die Anbauten nach Süden und Westen als Lazarett, Speiseräume und Kapelle. Im Gartengelände wurde eine Turnhalle errichtet. Der gesamte 26 Morgen große Komplex mit Gebäuden (Hauptgebäude, ehemaligem Direktorenwohnhaus, Turnhalle und Gehörlosenheim) und Gartenanlagen nimmt eine Straßenlänge von mehreren hundert Metern ein.