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Gegen das Vergessen: Stolpersteinverlegung in Euskirchen am 29. Mai

Der Künstler Gunter Demnig erinnert seit 1992 an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing in den Bürgersteig einlässt. In mehr als 20 Ländern Europas und in 1265 Kommunen Deutschlands wurden bereits Stolpersteine verlegt, dazu gehört seit vielen Jahren auch die Kreisstadt Euskirchen.

„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, sagt Gunter Demnig. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten.


Am 29. Mai 2019 werden in Euskirchen erneut Steine verlegt: Gunter Demnig wird an diesem Morgen ab 9:00 Uhr weitere 28 Stolpersteine in der Euskirchener Innenstadt für Opfer des nationalsozialistischen Regimes verlegen:
- in der Mittelstraße 24, für die jüdische Familie Samuelsohn,
- in der Baumstraße 7 für die jüdische Familie Schweizer,
- in der Alten Gerberstraße 36 für die jüdische Familie Rothschild,
- in der Hochstraße 40 für die jüdische Familie Orchan,
- in der Hochstraße 56 für die jüdische Familie Marx,
- in der Wilhelmstraße 37 für die katholisch-jüdische Familie Spickermann und
- in der Viktoriastraße 14 für die jüdische Familie Mayer.
Im Anschluss lädt die evangelische Kirchengemeinde, Kölner Straße 41, zum Gedenken und zu Gesprächen herzlich ein.


Zur Verlegung der Stolpersteine werden Angehörige der Familie Marx aus England und der Familie Schweizer aus den USA anreisen.


Alle Stolpersteine wurden erneut durch Euskirchener Vereine, Schulen und Privatpersonen als Paten finanziert.