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Glasfaserausbau für schnelles Internet im Stadtgebiet Euskirchen beginnt

Im Auftrag des Kreises Euskirchen - stellvertretend für die elf kreisangehörigen Kommunen - hat die Deutsche Telekom nun auch mit der Verlegung von Glasfaserleitungen im Stadtgebiet Euskirchen begonnen, um in unterversorgten Gebieten eine zukunftsfähige Internetanbindung, ausschließlich mit Glasfaserkabeln, sicher zu stellen. Im Stadtgebiet Euskirchen wird die Deutsche Telekom, die im Rahmen eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens vom Kreis Euskirchen beauftragt wurde, nun insgesamt ca. 85 km Glasfaserkabel verlegen, auf einer Länge von 22 km sind hierfür Tiefbauarbeiten erforderlich. Dabei werden auch 28 sogenannte Netzverteiler errichtet.

Die Digitalisierung bestimmt zunehmend alle Lebensbereiche und die Verfügbarkeit von Breitband-Internet ist ein wichtiger Standortfaktor. In Euskirchen sind aufgrund des verstärkten privatwirtschaftlichen Ausbaus in den letzten Jahren zwar vergleichsweise nur noch knapp 200 Adresspunkte in unterschiedlichen Bereichen des Stadtgebietes unterversorgt, jedoch profitieren insbesondere die zahlreichen Schulen und Gewerbegebiete nun von dem kreisweiten Förderprojekt. „Glasfasertechnologie bis in die Gebäude ist für unsere Schulen ein großer Gewinn. Derzeit stoßen viele Schulen im Hinblick auf die Digitalisierung bereits aufgrund der mangelhaften Internetversorgung an ihre Grenzen. Dies wird sich nun ändern.“ so Bürgermeister Dr. Uwe Friedl.

Die Umsetzung des kreisweiten Projektes wird mit Fördermitteln von Bund und Land sowie Eigenanteilen der Kommunen in Höhe von insgesamt rund 30 Millionen Euro realisiert. In insgesamt 15 Bauabschnitten soll das Projekt bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Der Ausbau erfolgt mit der zukunftsfähigen Glasfasertechnologie bis in die Gebäude (FTTH – Fiber to the home). Damit wird eine wesentlich höhere Bandbreite (bis zu 1 Gigabit/s) erreicht als mit einem kupferbasierten Ausbau. Das gesamte Ausbaugebiet im Kreisförderprojekt umfasst 7.224 Adressen, die bislang noch nicht mit mindestens 30 Mbit/s versorgt sind.

Ein Großteil der erforderlichen Arbeiten wird im klassischen Tiefbau durchgeführt. Zusätzlich wird das innovative Trenching-Verfahren eingesetzt, bei dem mit Spezialgerät ein schmaler und ca. 30 cm tiefer Graben, vornehmlich am Straßenrand gefräst wird. In diesen werden dann Leerrohre mit Glasfaserkabeln verlegt. Für den überwiegenden Teil der dann noch herzustellenden Hausanschlüsse, also den Weg von der Hauptleitung in der Straße zu den Gebäuden, kommt das sogenannte Erdverdrängungsverfahren zum Einsatz. Das Grundstück wird hierdurch nur minimal beansprucht. Für die im Förderprojekt befindlichen bislang unterversorgten Anschlüsse sind die Glasfaser-Hausanschlüsse kostenfrei. Um in den Genuss der Bandbreite zu kommen, ist jedoch Voraussetzung, dass der jeweilige Grundstückseigentümer dem Hausanschluss, zustimmt. Vor Beginn der Arbeiten erhalten die im jeweiligen Bauabschnitt betroffenen Hauseigentümer eine entsprechende Information und können dann ihre Zustimmung rechtzeitig vor Baubeginn abgeben.

Der Kreis Euskirchen stellt auf seiner Homepage unter www.kreis-euskirchen.de ausführliche Informationen rund um das Breitbandförderprojekt zur Verfügung.