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Kölner Studenten vermessen Leichenhalle

Im Dezember werden Studenten der Technischen Hochschule Köln die ehemalige Leichenhalle auf dem Friedhof, Frauenberger Straße, in Euskirchen aufmessen und Zeichnungen anfertigen.
Die Studierenden gehören zur TH Köln, Fakultät für Architektur, Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege und benötigen für ihren Studiengang den sogenannten „Bauaufnahmeschein“. Dazu müssen sie ein denkmalgeschütztes Objekt vor Ort zunächst einmal einmessen und dann zeichnerisch die Grundrisse und Fassaden zu Papier bringen.

Die ehemalige Leichenhalle ist seit 1987 ein eingetragenes Baudenkmal. Es handelt sich um eine Halle mit Seitenflügeln, die 1887 aus Backsteinen in schlichten neoromanischen Formen erbaut wurde. Seit den 1950er Jahren wird diese Halle nicht mehr genutzt, da sie zu klein für die gewünschten Trauerfeiern war. Heute dient sie als Lagerraum. Sie ist ein seltenes Beispiel der Architektur aus dieser Zeit und zeigt als Sonderbau, wie seinerzeit Friedhofskultur in Euskirchen umgesetzt wurde.

Da die Zeichnungen dieses Baudenkmals nicht mehr vollständig existieren, wird die Untere Denkmalbehörde der Kreisstadt Euskirchen im Anschluss von den Studierenden ein Exemplar erhalten. Somit kann die Denkmalakte der ehemaligen Leichenhalle wieder vervollständigt werden.