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Bundesweiter Vorlesetag: Vorlesen heißt Aufmerksamkeit schenken

Am 17. November fand zum 14. Mal der bundesweite Vorlesetag statt. Die Stadtbibliothek Euskirchen hat sich in diesem Jahr mit einer mehrsprachigen Lesung im Kulturhof beteiligt. Als Bürgermeister Dr. Uwe Friedl den Vorlesetag im Kulturhof eröffnete, hatten 20 Kinder und ihre Eltern im Veranstaltungsraum der Bibliothek Platz genommen. Die Kinder hörten gespannt der Lesung  des Kinderbuches „Bin ich klein?“ auf 12 Sprachen zu. Die Vorleserinnen und Vorleser lasen in den Sprachen spanisch, englisch, tamil, russisch, arabisch, polnisch, türkisch, griechisch, chinesisch, französisch, urdu und deutsch. Nach der Lesung konnten die Kinder in verschiedenen Leseecken noch den vielen Sprachen lauschen, die Eltern kamen bei einer Tasse Kaffee oder Tee ins Gespräch oder erkundeten die Bibliothek mit ihren Kindern.

Sprache ist der Schlüssel zur Bildung und zur kulturellen Teilhabe in unserer Gesellschaft. Lesen sollte Teil jeder Kindheit und Jugend sein, damit alle die gleichen Chancen haben. Die Vorlesestudien der Stiftung Lesen zeigen: Vorlesen hat einen sehr positiven Einfluss auf die Entwicklung von Kindern. Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird,
• verfügen über einen deutlich größeren Wortschatz als Gleichaltrige ohne Vorleseerfahrung,
• haben im Schnitt bessere Noten und
• später mehr Spaß am Selbstlesen und im Umgang mit Texten.
In etwa jeder dritten Familie in Deutschland bekommen Kinder von ihren Eltern zu selten oder nie vorgelesen. 
Der Bundesweite Vorlesetag möchte auf die Bedeutung des Vorlesens aufmerksam machen.