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Gelbe Schleifen in Euskirchen

als Zeichen der Solidarität mit der Bundeswehr

Am 21.09.2016 wurden in der Kreisstadt Euskirchen zwei Gelbe Schleifen an den beiden Straßen angebracht, an denen die Kasernen liegen. Die Gelbe Schleife an der Frauenberger Straße wurde in Anwesenheit von Bürgermeister Dr. Uwe Friedl und Brigadegeneral Roland Brunner sowie Vertretern der Ratsfraktionen an einer Laterne kurz hinter der Einmündung der Eupener Straße stadteinwärts aufgehängt, die andere Gelbe Schleife an der Kommerner Straße an einer Laterne kurz vor der Einmündung zur Generalmajor-Freiherr-von Gersdorff-Kaserne.

Die „Gelbe Schleife“ ist ein Symbol für die Solidarität mit den Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr.

 

Die Wehrpflicht in Deutschland wurde mit Beschluss aller Parteien auf Eis gelegt. Diese Entscheidung erfolgte nach einer sicherheitspolitischen Bewertung der Gesamtlage. Der Bundestag hat entschieden, die Verteidigung durch eine Berufsarmee sicherzustellen. Sie soll zur Abwehr von Gefahren und Angriffen in der heutigen und künftigen Zeit effektiver und effizienter sein als eine Wehrpflichtarmee.

Obwohl die persönliche Betroffenheit durch einen Dienst für das Land mit dem Wegfall der Wehrpflicht für viele Familien nicht mehr gegeben ist, sind die Streitkräfte nicht aus dem Blickwinkel der Gesellschaft verschwunden. Das Grundgesetz fordert die Aufstellung von Streitkräften für die Verteidigung. Dies kann nur dann in die Tat umgesetzt werden, wenn genügend Menschen bereit sind, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Die Härte der Ausbildung und die hohe Belastung im Einsatz können durch die Soldatinnen und Soldaten und deren Familien besser getragen werden, wenn die Bevölkerung ihnen moralisch zur Seite steht. Die Gelbe Schleife symbolisiert die menschliche Zuwendung für diejenigen, die unter bewusstem Einsatz von Gesundheit und Leben im In- und Ausland für die Sicherheit des Landes Sorge tragen.

Die Gelbe Schleife kann als Anstecknadel getragen werden, jedoch gibt es auch andere Möglichkeiten, die Solidarität öffentlich zu bekunden.

Eine Idee der Solidaritätsbekundung stammt aus dem Hessischen. Der bundesweit tätige Förderverein „Stab der Division Schnelle Kräfte“ (www.fv-dsk.de) mit Sitz in Stadtallendorf hat sich bei den anliegenden Städten und Gemeinden für das Anbringen von Schleifen mit dem Gemeindewappen an Ortseingängen oder Rathäusern stark gemacht hat, um die Solidarität der Kommunen mit ihren Soldatinnen und Soldaten zu dokumentieren. Zahlreiche Kommunen sind diesem Anliegen gefolgt.

Da auch die  Kreisstadt Euskirchen seit Jahrzehnten die guten Kontakte zu den in Euskirchen stationierten Dienststellen der Bundeswehr pflegt, hat Bürgermeister Dr. Uwe Friedl auf Nachfragen hier stationierter Soldatinnen und Soldaten entschieden, diese Idee aufzunehmen und ebenfalls ein sichtbares Zeichen der Solidarität zu setzen. Dazu werden an den Ortseingangsstraßen, die an den beiden Kasernen der Stadt vorbeiführen, zwei gelbe Schleifenschilder mit Stadtwappen angebracht. Diese verweisen auf den Förderverein Stab DSK, der - unter anderem - vor allem Hilfe bei schweren Notlagen von Soldatinnen und Soldaten, mittelbar betroffenen Angehörigen und nahestehenden Personen leistet.

Grundlage für diese Aktion ist das im Jahre 2010 eigens zwischen den in Euskirchen verorteten Dienststellen der Bundeswehr und der Kreisstadt durch dessen Rat geschlossene Aktionsbündnis.