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Sanierung der Stadtmauer

Die historische Stadtmauer in Euskirchen Bedarf noch an einigen Stellen einer Sanierung. Die Kreisstadt Euskirchen erhält für diese Baumaßnahme Fördermittel des Bundes, um den Erhalt des denkmalgeschützten Bauwerkes nachhaltig zu sichern. 

Das Ing. Büro Höhl hatte in 2006 eine Begutachtung der baulichen Zustände und eine Ermittlung der damit verbundenen Kosten im Auftrag der Stadt durchgeführt. Auf dieser Grundlage wurden in den Folgejahren immer wieder kleinere, aber dennoch wichtige Arbeiten durchgeführt.

Teilweise war die Standsicherheit der Mauer langfristig nicht mehr gewährleistet, teilweise zerfiel die Mauer in ihre Einzelteile und die Mauerkrone war nicht gesichert. Umfangreiche Mauerwerksarbeiten, wie z.B. das Auffüllen der Hohlräume mit passendem Bruchsteinmaterial, der Einbau von abstützenden Pfeilern, das Absichern der Mauerkrone, die Festigung der Sohle und weitere sichernde Maßnahmen waren unbedingt vorzunehmen. Die Arbeiten wurden schließlich in vier Bauabschnitte aufgeteilt.

Der Kostenfaktor für die umfassende – aber dringend erforderliche – Instandsetzung war jedoch zu hoch, um diesen als Stadt finanziell alleine tragen zu können. Die Kreisstadt Euskirchen hat daher anhand des Maßnahmenkataloges zunächst einen Förderantrag beim Land Nordrhein-Westfalen gestellt. Das Land NRW hat die ersten drei Bauabschnitte mit Fördergeldern unterstützt. Die Baukosten betrugen hierfür 112.000 Euro, die Hälfte hat das Land durch Fördermittel finanziert.

Der vierte Bauabschnitt zeigte den größten baulichen Erhaltungsaufwand und somit wurde in 2015 ein Förderantrag für das „Denkmalschutz-Sonderprogramm V des Bundes“ gestellt. Er umfasst die Bereiche Kirchwall, Neutorwall, Kessenicher Torwall, Kahlenturm, Disternicher Torwall und Rüdesheimer Torwall.

Herr Detlef Seif MdB, der die Euskirchener Stadtmauer sehr gut kennt, hat auch die Dringlichkeit der erhaltenden Maßnahmen erkannt und den Förderantrag persönlich unterstützt.

Aufgrund der überregionalen Bedeutung der mittelalterlichen Stadtmauer wurde schließlich eine Förderung der Sicherungsmaßnahmen durch das Sonderprogramm des Bundes zugesagt. Die Gesamtkosten betragen 65.000 Euro. Die zugesagte finanzielle Unterstützung des Bundes beträgt 32.000 Euro.

Die Arbeiten werden derzeit in enger Zusammenarbeit mit der Unteren Denkmalbehörde durchgeführt. Die vorhandenen Materialien werden wieder verwendet und ggfls. werden fehlende Steine durch Bruchsteine aus der Eifel ergänzt. Die ausführende Firma ist die Fa. Mahlberg aus Schönau, die im Bereich der Bruchsteinsanierung sehr qualifiziert ist. Die Bauleitung hat das Büro Höhl.
 
Mit den Arbeiten am letzten Bauabschnitt wurde Ende August begonnen. Bis Ende Oktober 2016 werden die Arbeiten abgeschlossen.

Die Kosten für alle vier Bauabschnitte betragen zusammen 177.000 Euro, davon wurden vom Land Nordrhein-Westfalen 56.000 Euro und vom Bund 32.000 Euro getragen.

Die Stadtmauer ist somit für die nächsten Jahrzehnte wieder standfest. Das kulturelle Erbe kann gesichert an die nächste Generation übergeben werden.