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SIE Projektgruppe Sicherheit testet ADAC Verkehrssicherheitstraining für ältere Autofahrer

04.01.2017 - 

Weiterhin mit dem Auto mobil und unabhängig zu sein, das ist gerade für ältere Menschen ein reizvoller Gedanke. Doch angeblich drohen massive Gefahren durch ältere Autofahrer, die körperliche Einschränkungen und komplexe Situationen unterschätzen. Von manchen Stellen wird eine generelle Überprüfung der Fahrtüchtigkeit aller Senioren gefordert.

Grund genug für die SIE (SIE steht für „Senioren in Euskirchen“) Projektgruppe Sicherheit, aktiv zu werden. In Kooperation mit dem ADAC Fahrsicherheitszentrum Rhein-Erft in Weilerswist wurde das brisante Thema in Theorie und Praxis angegangen.

Michael Tück, Leiter des Fahrsicherheitszentrums, stellte anhand aktueller Zahlen klar, dass es keineswegs die älteren Autofahrer sind, die im Straßenverkehr die größte Gefahr darstellen. Über Unfälle, die von Senioren verschuldet werden, wird von den Medien oftmals plakativ und dramatisierend berichtet. Verschwiegen wird gerne, dass männliche junge Fahranfänger Hauptunfallverursacher sind.

Dennoch besteht bei der Gruppe der älteren Autofahrer Handlungsbedarf. Diese sollten bei der Auswahl ihres Autos und bei der Streckenplanung bezüglich Uhrzeiten und Witterung berücksichtigen, dass Reaktionsvermögen, Sehkraft und akustische Wahrnehmung sich im Alter verändern. Es geht also darum, im Einzelfall herauszufinden, welche Strecken können weiterhin gut mit dem Auto gefahren werden können und es sinnvoll ist, alternativ den ÖPNV zu nutzen.

Manches muss einfach immer wieder geübt werden, damit man sein Auto wirklich kennt und gerade in „kniffligen“ Situationen richtig reagiert. Üben und testen geht am besten mit professioneller Anleitung und den Idealbedingungen eines Fahrsicherheitszentrums. Die Senioren der Projektgruppe Sicherheit nahmen dieses Angebot gerne wahr und waren sich am Ende eines aufregenden Tages einig: ein spezielles Training macht Sinn - und nebenbei auch richtig Spaß.

Franz–Josef Vogt, Mitglied der PG Sicherheit, hat die „spektakulären“ Aktionen der Gruppe in einem Kurzfilm festgehalten. Dieser wird beim nächsten Treffen der Projektgruppe, am 1. Februar 2017, 10:00 Uhr, im Rathaus, Kölner Straße 75, gezeigt. Interessierte Gäste sind hierzu ganz herzlich eingeladen. Anmeldungen sind möglich bei der Stabsstelle Demographie, Barbara Brieden, Telefon 02251/14-324, E-Mail bbrieden(at)euskirchen.de. Dort bekommt man auch Auskünfte über die Arbeit der anderen SIE Projektgruppen, die sich alle über neue Mitstreiter freuen.