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Gestaltung des Demographischen Wandels

Demographiearbeit – Aktueller Sachstand (1/2017):

Umsetzung der Arbeitsergebnisse des Demographie-Workshops zum Thema Flüchtlingsarbeit

  • AG 1 „Flüchtlinge haben keine Beschäftigungsmöglichkeit“:
    Die Zusammenarbeit mit dem Integration Point des Jobcenters hat gezeigt, dass mittlerweile ausreichend Plätze vorhanden sind. Durch die gezielte Ansprache möglicher Arbeitgeber, konnten viele unterschiedliche Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen werden.  Verschiedene Projekte werden durch das Jobcenter und die Arbeitsagentur gemeinsam mit weiteren Trägern auf den Weg gebracht. Die meisten Maßnahmen richten sich ausdrücklich an Männer und Frauen und sind durch eine gute Ausstattung gekennzeichnet. Aktuell fehlen teilweise mögliche Kandidaten und Kandidatinnen, die bereits über die erforderlichen Sprachkenntnisse verfügen.
    Festzuhalten ist, dass weiterhin genügend Sprachkurse und Angebote zur Kinderbetreuung angeboten werden müssen, um Integration durch Beschäftigung zu ermöglichen.   
  • AG 2 „Kinder / Jugendliche haben erschwerte Bedingungen für den Bildungserwerb“:
    Die Bildungskoordinatorin und der Ehrenamtskoordinator des Kreises werden dabei unterstützt eine Übersicht aller Angebote für Kinder und Jugendliche im Bereich der Kreisstadt zu erstellen. Hierbei wird darauf geachtet, dass alle Einzelteile der Bildungskette berücksichtigt werden und gut ineinander greifen. Die Problematik der Übergänge wird durch eine gute Vernetzung mit den Schulen und Kitas verringert. Das KOBIZ des Kreises führt eine Klärung aller Einzelfälle durch und vermittelt in die entsprechenden Einrichtungen. In den Landeseinrichtungen sind viele ehrenamtlichen Kräfte tätig, um die teilweise langen Zeiten bis zur Klärung des weiteren Aufenthaltes und/oder einer Zuweisung zu überbrücken. Durch die mittlerweile gut funktionierenden Angebote im Bildungsbereich werden Kinder und Jugendliche ab ca. 3 Jahre gut erreicht. 
    Festzuhalten ist, dass nach wie vor eine ehrenamtliche Unterstützung vieler Projekte erforderlich ist, um Zugänge zu erleichtern, Motivationen zu erhalten und damit Integration durch Bildung zu ermöglichen.   
  • AG 3 „Es entsteht eine ablehnende Haltung gegenüber Flüchtlingen in der Bevölkerung“:
    Die Erkenntnis, dass Ablehnung oftmals durch Unkenntnis entsteht, steht hinter dem Projekt „Triff einen Menschen“, das die Stadtbibliothek gemeinsam mit dem Fachbereich Schulen, Generationen und Soziales, der Caritas Euskirchen und dem Forum Ehrenamt der Euskirchener Region initiiert hat. Mehr über die gelungene Aktion, die unbedingt fortgesetzt werden muss, können Sie dem folgenden Link entnehmen:  
    http://www.euskirchen.de/leben-in-euskirchen/aktuelle-mitteilungen/detail/news/2016/12/14/triff-einen-menschen-begegnung-mit-menschen-und-ihren-geschichten/
    Größere Konflikte sind im zurückliegenden Jahr in der Kreisstadt Euskirchen nicht aufgetreten. Viele Initiativen, Kirchengemeinden und Vereine bauen Treffpunkte und Projekte für Menschen mit und ohne Flüchtlingshintergrund auf.
    Festzuhalten ist, dass es weiterhin wichtig ist, alle bestehenden Begegnungsmöglichkeiten aufrecht zu erhalten und weitere zu schaffen, um Integration durch Begegnung zu ermöglichen.
  • AG 4 „Belastungsgrenze der Aufgabenträger ist erreicht bzw. überschritten, die Einschränkungen treffen weite Teile der Handlungsfelder“:
    Aufgrund der sinkenden Zahl an Neuzugängen und dem Aufbau zusätzlicher Stellen, können die Aufgaben erledigt werden ohne dass Einschränkungen in anderen Handlungsfeldern erfolgen. Die Grundversorgung der Flüchtlinge ist in der Kreisstadt Euskirchen auf einem guten Niveau gewährleistet. 
    Festzuhalten ist, dass die Aufgabenträger sich auf potentiell  höhere Flüchtlingszahlen einstellen müssen, um bei Bedarf schnell reagieren zu können. Die Grundversorgung der geflüchteten Menschen bildet die Voraussetzung für jede Integration. 
  • AG 5 „Eskalation zwischen Flüchtlingsgruppen verhindern“:
    Viele Träger sind daran beteiligt, den Menschen die teilweise schwierige Situation in den Unterkünften zu erleichtern. Vieles liegt hier in der Hand ehrenamtlicher Helfer, die hauptamtliche Kräfte unterstützen, Einzelkontakte aufbauen und Maßnahmen begleiten. Sprachkurse speziell für Frauen mit begleitender Kinderbetreuung im Haus der Familie und eine Hausaufgabenhilfe durch ehemalige Lehrer im Mehrgenerationenhaus sind Beispiele, die helfen den Alltag zu gestalten. Durch solche Maßnahmen wird auch der Zugang zu anderen Kursen oder Angeboten geschaffen. Bereits gut integrierte Brückenpersonen, die aus den jeweiligen Herkunftsländern kommen und somit Sprache und kulturellen Sitten verstehen, sind wichtige Kontaktpersonen.
    Festzuhalten ist, dass weiterhin ausreichend Wohnangebote geschaffen werden müssen, um Spannungen, die in beengten Unterkünften leicht entstehen können, abzubauen. 

 

Einbindung der Demographie Arbeit in das Kommunale Integrationskonzept der Kreisstadt Euskirchen

Im Ausschuss für Generationen und Soziales am 17. November 2016 stellte Quartiersmanagerin Susanne Bach erste strukturelle Überlegungen vor. Das kommunale Integrationskonzept der Kreisstadt Euskirchen wird in vier Schwerpunktbereichen gestaltet und umgesetzt: 

  • Sprache / Bildung
  • Beschäftigung/Arbeit
  • Sozialer Wohnraum
  • Kultur/Sport/Gesundheit

Die vorliegenden Ergebnisse der Arbeitsgruppen des Demographie-Workshops machen deutlich, dass die im letzten Jahr als besonders relevant betrachteten „Herausforderungen im Bereich der Flüchtlingsarbeit “ nur noch bedingt diesen Stellenwert in der Kommune haben. Dies ist sowohl auf eine allgemeine Entspannung der Situation als auch auf eine gute Arbeit der Beteiligten innerhalb und außerhalb der Verwaltung zurückzuführen. Vor diesem Hintergrund erscheint es nicht sinnvoll, allein an diesen Themen festzuhalten. Vielmehr soll die Grundstruktur des kommunalen Integrationskonzeptes der Kreisstadt Euskirchen als Basis dienen. Hiermit kann sowohl eine erste Bilanz der bisherigen Arbeit gezogen, als auch weitere Schritte eingeleitet werden. Das Konzept kann verstärkt seinen Weg in die Praxis finden, Unterstützung in der Umsetzung erfahren und auch alle bisherigen Akteure können weiter eingebunden werden. 

Hintergründe zum Integrationskonzept können Sie der Mitteilungsvorlage zum Ausschuss entnehmen. 

Die Präsentation zum Thema „Integrationskonzept“ finden Sie hier. Weitere Informationen erhalten Sie bei der nächsten Sitzung des Ausschusses für Generationen und Soziales am Dienstag, 21. Februar 2017, 17:00 Uhr, Ratssaal.    

 

Termin Demographie - Workshop 2017

Der Demographie Workshop zum Thema „Integrationskonzept der Kreisstadt Euskirchen“ findet am Donnerstag, 04. Mai 2017, 17:00 – 20:00 Uhr, im Rathaus Kölner Straße 75, Ratssaal, statt.
Eine persönliche Einladung und weitere Informationen erhalten Sie zu einem späteren Zeitpunkt. Bitte merken Sie sich den Termin bereits einmal vor.      

 

Sonderprogramm: Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug

Seit dem 1. Dezember 2015 steht der Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug sowohl einheimischen Freiwilligen als auch Asylberechtigten und Asylbewerbern mit guter Bleibeperspektive offen. Flüchtlinge haben zudem die Möglichkeit, einen BFD auch in allen regulären Bereichen abzuleisten. Bereits seit Januar 2016 hat die Stadtverwaltung im FB „Schulen, Generationen und Soziales“ fünf neue Einsatzstellen mit Flüchtlingsbezug eingerichtet. Angesprochen waren hier zunächst Bürgerinnen / Bürger aus dem Stadtgebiet, die im Rahmen der Flüchtlingsbetreuung tätig werden wollen. Im Juni 2016 trat die erste Bundesfreiwillige Ihren Dienst an und unterstützt seither mit großem Einsatz die Mitarbeiter / innen des Sozialen Dienstes. 

In einem zweiten Schritt wurde auch interessierten Flüchtlingen die Möglichkeit angeboten, als Bundesfreiwillige in allen hierfür eingerichteten Stellen bei der Kreisstadt Euskirchen tätig zu werden. Am 15. Januar 2017 wird auch hier der erste Teilnehmer seine Arbeit aufnehmen und ebenfalls im Bereich des Sozialen Dienstes eingesetzt werden.

Wichtig zu wissen: Im Rahmen des BFD mit Flüchtlingsbezug können auch Interessenten eingesetzt werden, die älter als 25 Jahre sind und der Einsatz kann bei allen auch in Teilzeit erfolgen. Einsatzstellen, deren Plätze bereits besetzt sind, können im Rahmen des Sonderprogramms eine Erweiterung ihres Stellenkontingentes beantragen.

 

Neue BFD - Einsatzstellen 2016 / 2017: 

Im zurückliegenden Jahr wurden in der Kreisstadt Euskirchen neben den Einsatzstellen in der Flüchtlingsarbeit beim Fachbereich Generationen und Soziales weitere attraktive Einsatzstellen eingerichtet:
Neu dabei sind:

  • Gemeinschaftsgrundschule Hermann-Josef-Schule: Hier konnte bereits einer von zwei Plätzen besetzt werden. 
  • Gesamtschule Euskirchen: Hier sind beide Plätze noch frei.
  • Evangelische Grundschule Paul-Gerhardt-Schule: Hier sind beide Plätze noch frei

Weitere Antragsteller sind:

  • Das Weiterbildungskolleg
  • Das Stadtarchiv

Informationen zu allen Einsatzstellen des Bundesfreiwilligendienstes bei der Kreisstadt Euskirchen finden Sie unter: http://www.euskirchen.de/leben-in-euskirchen/freizeit/ehrenamt/bfd/

 

Das Flüchtlingsboot kommt vom 03. bis zum 20. Februar nach Euskirchen

Das Flüchtlingsboot aus Malta, Mittelpunkt der Fronleichnamsprozession vor dem Kölner Dom und anschließend aufgestellt im Dom, soll nun auf die Reise durch die Gemeinden gehen. Als erste Pfarrgemeinde hat der Stadtpfarrverband St. Martin Euskirchen den Zuschlag erhalten. Es wird in der Herz Jesu Kirche ausgestellt werden. Das Schiff kann Mittelpunkt für Gebet und Andacht, aber auch Information und begleitende Aktionen werden. Geplant ist auch eine flankierende Ausstellung.

Deshalb sind auch die Gemeinden des Kreisdekanats, Schulen, Jugendarbeit und alle Interessierten herzlich eingeladen, mitzuwirken.

Kontakt: Peter Müller-Gewiss, Caritasverband für das Kreisdekanat Euskirchen e.V., Aktion Neue Nachbarn,  Tel: 02251 – 7947415, E-Mail: peter.mueller-gewiss(at)caritas-eu.de


Weitere Informationen zum Demographieprozess der Kreisstadt Euskirchen:

Auftaktveranstaltung am 07.03.2016 im City-Forum

Workshop "Flüchtlingsarbeit" am 14.06.2016

Flüchtlingsarbeit - Sachstand 8/2016

 

Weitere Informationen zum Thema Demographie finden Sie hier auf der Seite des Kreises Euskirchen.

Kontakt:

Stabsstelle Demographie
Barbara Brieden
Kölner Straße 75
53879 Euskirchen
Tel: +49 (0) 2251.14324
Fax: +49 (0) 2251.14.58324
email: bbrieden(at)euskirchen.de